Geburtstag der Woche: Regisseur Tim Burton, der Retter der Superhelden

Seinen ersten Film machte Tim Burton mit 13. Bekannt wurde er später für seinen schrägen Mix aus Düsternis, bizarrem Humor und skurrilen Figuren.

Arno Renggli
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Tim Burton gehört zu den Ausnahmekünstlern. (Bild: Ettore Ferrari/EPA)

Tim Burton gehört zu den Ausnahmekünstlern. (Bild: Ettore Ferrari/EPA)

Kann man sagen, dass ganz grosse Filmregisseure jedem Werk ihren ganz besonderen Stempel aufdrücken? Wenn ja, gehört Tim Burton, der Samstag 60 wird, zu diesen Ausnahmekünstlern. Die Filme des Amerikaners bieten einen typischen schrägen Mix aus Düsternis, bizarrem Humor, (alb-)traumhafter Atmosphäre und skurrilen Figuren. Kein Wunder ist Johnny Depp einer seiner Lieblingsschauspieler. Und kein Wunder ist Burton auch ein Spezialist für Comicverfilmungen.

Mein persönliches Burton-Aha-Erlebnis war «Batman»: Frech und mit famosem Jack Nicholson als Joker liess der Streifen 1989 das tot geglaubte Genre der Superheldenfilme wieder auferstehen. Seither gedeiht es bekanntlich prächtig. 1994 war «Ed Wood» eine hinreissende Hommage an den gleichnamigen «schlechtesten Filmregisseur» aller Zeiten. «Mars Attacks» (1996) wurde zur ultimativen Science-Fiction-Parodie. Und mit «Charlie und die Schokoladenfabrik» (2005) gelang ihm eine starke Kinderbuchverfilmung. Seinen ersten Film machte er übrigens mit 13 Jahren, «The Island of Doctor Agor», einen Horrortrickfilm.

Auch privat hat Tim Burton selten was anbrennen lassen. Er hegt – wer will es ihm verdenken? – eine Vorliebe für Schauspielerinnen. Sowohl seine letzte Partnerin, Helena Bonham Carter, als auch seine aktuelle, Eva Green (38), haben durchaus einen Hang zu leicht düsteren Rollen. Passender geht’s nicht.