Der perfekte Schneemann

Die Temperatur stimmt, die Schneekonsistenz ist ideal. Also nichts wie raus, eine Schneefamilie bauen. Mit diesen Experten-Tips werden die eisigen Gesellen noch schöner und haltbarer.

Katja Fischer De Santi
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schneemann (Bild: (23986158))

schneemann (Bild: (23986158))

Noch liegt die weisse Pracht fast allerorts. Noch, denn schon morgen kündigen die Meteorologen Föhn und Temperaturen über dem Gefrierpunkt an. Handschuhverweigerer dürften daran ihre Freude haben, Scheemannbauer eher weniger. Denn kaum ist der eisige Geselle erschaffen, droht er, zum Eis-Zombie zu werden. Wer aber schon beim Bauen einige Ratschläge beherzigt, dessen Schneefamilie lebt länger.

1. GUTER BALL, GUTER MANN

Als idealer Rohstoff für den Schneemannbau hat sich leichter, aber dennoch feuchter Schnee bewährt. Der Schnee darf nicht zu kalt sein, weil er nur dann an der Oberfläche über einen dünnen, wasserartigen Film verfügt und richtig gut klebt. Schneefachleute halten sich an den Spruch: «Guter (Schnee-)Ball, guter (Schnee-)Mann».

2. GESICHT NACH NORDEN

Nur Anfänger bauen ihre Schneemänner mitten aufs Feld. Dort sind sie Regen und Sonne schutzlos ausgeliefert. Besser einen schattigen Platz unter einem Vordach wählen. Und Gesicht nach Norden! Das verhindert Zombie-Optik bei steigender Temperatur.

3. SCHÖNER ROLLEN

Für einen Schneemann braucht es drei verschieden grosse Schneekugeln. Die schönsten Kugeln macht, wer zuerst eine kleine Schneekugel in den Händen formt und diese danach auf dem Boden rollt. Dabei immer wieder die Richtung wechseln, damit sie schön rund wird. Die Kugeln aufeinanderstapeln und die Andockstellen mit Schnee verstärken.

4. RÜEBLI UND STÖCKLI

Als Arme Stöcke in die mittlere Kugel stecken. Armstrünke aus Schnee fallen viel zu schnell ab und sehen meist kümmerlich aus.

Als Nase hat sich ein Rüebli bewährt, und für Knöpfe, Mund und Augen gibt es nichts Besseres als Kohlestückchen – Steine gehen auch, fallen aber wegen ihres Eigengewichts schnell aus Schneemanns Gesicht.

5. ZU EIS ERSTARRT

Das fertige Schneewerk, kann man, solange Minustemperaturen herrschen, fein mit Wasser besprühen. Allerdings wirklich erst, wenn die Modellierarbeiten abgeschlossen sind, denn danach kann der Schneemann nur noch mit einem Eispickel bearbeitet werden.

6. SÄGESPÄNE SCHÜTZEN

Wer seiner Schneefrau ein möglichst langes Leben bescheren will, der bekleide sie mit einem isolierenden Mäntelchen. So werden neuerdings auch ganze Gletscher am Schmelzen gehindert. Schneemann-Experten scheuen auch nicht davor zurück, ihre Skulpturen mit Sägespänen vor Sonnenstrahlen zu schützen. So bedeckt, steht der Schneemann noch, wenn bereits die ersten Krokusse blühen.

7. 7000 TONNEN SCHNEE

Sparen Sie nicht an der Masse. Je grösser und dicker die Schneefrau, desto länger trotzt sie der Sonne. Als besonders tauresistent erwies sich die 2007 im Bundesstaat Maine gebaute 37 Meter hohe Schneefrau. Sie wurde aus 7000 Tonnen Schnee geformt.