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Der grosse Drogenreport: So dröhnt sich die Welt zu

Der Global Drug Survey, die weltweit grösste Online-Umfrage zum Thema Drogenkonsum, enthüllt, wie sich die Menschheit abschiesst. Hier gibt's die wichtigsten Erkenntnisse.
Reto Fehr/Watson

Der Global Drug Survey (GDS) ist die weltweit grösste Umfrage zum Thema Drogen – allerdings ist sie nicht repräsentativ. Anonym kann jeder über seinen Konsum von legalen und illegalen Suchtmitteln Auskunft geben. Der GDS vertritt die Haltung, dass Aufklärung die beste Präventionsstrategie darstellt.

Bei der diesjährigen Befragung haben 123'814 Personen mitgemacht, aus der Schweiz 3666. Diese Schweizer Teilnehmer setzen sich so zusammen:

Welche Drogen in der Schweiz am beliebtesten sind

Da sich der GDS als aufklärerische Stimme sieht, richtet sich ihre Umfrage primär an (junge) Leute, die sich in Umfeldern bewegen, in denen Drogenkonsum Usus ist.

Das erklärt auch, wieso sich aus den Antworten der 3666 Schweizer Umfrageteilnehmer diese nicht repräsentative Aufteilung des Drogenkonsums ergab.

Gefragt wurde nach den konsumierten Suchtmitteln in den letzten zwölf Monaten:

Hier gibt's Hilfe bei Suchtproblemen

Alkohol und andere Drogen sind nie die Lösung. Bei Suchtproblemen gibt es in der Schweiz diverse Anlaufstellen. Beispielsweise «Sucht Schweiz» oder «Safezone.ch», die Online-Beratung des Bundesamtes für Gesundheit in Zusammenarbeit mit Kantonen und Suchtfachstellen.

Alkohol

Schauen wir uns das alles etwas genauer an und starten mit der beliebtesten aller Drogen: Alkohol.

Für die Resultate gilt anzumerken, dass in der Fragestellung «betrunken» nicht genauer definiert wurde. Auffallend: Die Schweizer behaupten, an rund 28 Tagen im Jahr besoffen zu sein. Fast jeder vierte Suff wird danach bereut – wobei sich nur in Deutschland und Österreich danach das schlechte Gewissen öfter meldet.

Cannabis

Dann geht es mit den illegalen Drogen weiter. Auch hier fangen wir mit der beliebtesten an: Cannabis.

Kokain

Knapp ein Drittel aller teilnehmenden Schweizer gab an, in den letzten zwölf Monaten Kokain konsumiert zu haben. Damit ist das weisse Pulver die nach Cannabis am zweitmeisten verbreitete illegale Droge der Schweiz.

MDMA

Wie die globalen Werte der Umfrage zeigen, greifen Umfrageteilnehmer nach Gras und Kokain am liebsten zu MDMA. Die Substanz wird meistens in Pillenform (Ecstasy) konsumiert. Sie taucht aber auch als Pulver, Kristalle oder als flüssige Lösung auf. In der Schweiz wird jede zweite MDMA-Konsumation in Pillenform getätigt. Die bunten Pillen sind in der Schweiz fast gleich beliebt wie Kokain.

LSD

Psychedelische Drogen wie LSD oder Magic Mushrooms wurden in der Schweiz in den letzten zwölf Monaten jeweils von gut jeder zehnten teilnehmenden Person genommen.

Rund ein Drittel davon probierten LSD nur einmal, über die Hälfte nahm die Droge im letzten Jahr an zwei bis zehn Tagen.

Polizeikontrollen

Wer weniger Drogen konsumieren will

Wie viel Prozent der Umfrageteilnehmer – die in den letzten zwölf Monaten eines der unten aufgelisteten Suchtmittel nahmen – ihren Konsum vermindern möchten:

  • Heroin: 52,9 %
  • Kokain: 46 %
  • Crystal Meth: 41,7 %
  • Cannabis: 32 %
  • Alkohol: 30,9 %
  • Amphetamine (z. B. Speed): 28,5 %
  • Synthetische Cannabinoide: 28 %
  • Ecstasy/MDMA/Molly: 18 %

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