Den See ablassen für mehr Land

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Die ausgefallenste Idee aus dem Wettbewerb des Künstlerkollektivs Agent-Provocateur ist gekürt: Sieger Till Lincke möchte den Spiegel des Zürichsees um einige Meter absenken. Nicht etwa, weil er sonst nasse Füsse bekommt, sondern weil er damit Land schaffen will – fürs Volk, wie er selber erklärt, zum Flanieren, Velofahren und Sünnelen. «Mehr Ufer» heisst die Initiative und sie soll laut ihren Urhebern technisch realisierbar sein. Schliesslich hätten sich die Gemeinden rund um den Zürichsee schon vor Jahren verpflichtet, einen durchgehenden Seeweg zu ermöglichen. Wegen diverser Villen mit Seeanstoss und guten Steuerzahlern sei dies aber nie realisiert worden. Da hat Till Lincke natürlich recht. Würde man den See fast ganz ablassen, hätte man mehr mehr Platz für Wege – nur, mehr Ufer erhält man durch eine Verkleinerung der Seeoberfläche streng genommen sicher nicht. Mathematisch gesehen sogar deutlich weniger. (kaf)