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Wetter macht Geschichte und Pflanzen schlagen Purzelbäume

Zwei Bücher befassen sich sich mit geschichtlichen Wendepunkten und Pflanzen, die sich durch Besonderheiten auszeichen.
Bruno Knellwolf

Wie das Wetter Geschichte macht

Das Wetter hat auch auf historische Wendepunkte Einfluss. Bild: PD

Das Wetter hat auch auf historische Wendepunkte Einfluss. Bild: PD

Im Zeitalter der Glaubenskriege wäre die wichtigste Bastion des Protestantismus mit Leichtigkeit an Spanien, die grösste katholische Macht, gefallen, wenn die Nordsee in diesen Kriegswochen deutlich ruhiger gewesen wäre, schreibt Roland D. Gerste. England wäre gefallen und der Siegeszug der Inquisition und Intoleranz wäre nicht zu stoppen gewesen. Die kulturelle Blüte wäre beendet gewesen, und in Europa und Amerika würde man heute wohl Spanisch sprechen. Oder hätte es nicht die 24-stündige Ruhe in den Sommerstürmen des Jahres 1944 gegeben, die Alliierten hätten am D-Day nicht in der Normandie landen können, um Europa von den Nazis zu befreien.

Der Arzt und Historiker Gerste bringt Wetter und Klima mit geschichtlichen Wendepunkten zusammen. In Episoden erzählt er spannend weltbewegende Geschichten. Zum Beispiel vom Nebel am 8. November 1939 über München. Im Bürgerbräukeller hält Adolf Hitler an diesem Tag eine seiner kriegslüsternen Reden. Hitler stoppen will Georg Elser, der in minutiöser Arbeit eine Bombe neben dem Rednerpult installiert hat. Exakt um 21.20 Uhr soll sie explodieren. Doch der Nebel verunmöglicht Hitlers geplanten Flug nach Berlin. Er fasst sich deshalb kurz, entscheidet sich stattdessen den Zug zu nehmen und verlässt den Saal verfrüht um 21.07 Uhr. 13 Minuten vor der Explosion.

Roland D. Gerste: Wie das Wetter Geschichte macht. Klett-Cotta, 288 S., Fr. 29.–

25 besondere wilde Pflanzen

Der Biologe Ewald Weber stellt 25 Pflanzen vor, die sich durch Besonderheiten auszeichnen. (Bild: Ingo Bartussek)

Der Biologe Ewald Weber stellt 25 Pflanzen vor, die sich durch Besonderheiten auszeichnen. (Bild: Ingo Bartussek)

25 besondere wilde Pflanzen

Aus 3000 wild wachsenden Pflanzenarten hat der Biologe Ewald Weber 25 ausgewählt, die sich durch Besonderheiten auszeichnen. Zum Beispiel die Pflanze, die Purzelbäume schlägt, das Salzkraut (Salsola tragus). Es wächst an Gleisanlagen und sieht wenig beeindruckend aus. Besonders ist aber die Art der Fortpflanzung, das heisst die Verbreitung der Samen. Die ist für jede Pflanze überlebenswichtig. Dieses Produkt aus Vater und Mutter muss irgendwie den Weg von der Mutterpflanze zu einem neuen Wuchsort finden. Die meisten Samen werden durch Wind und Vögel verbreitet. Der Samen das Salzkrauts kann sich nur wegbewegen, wenn seine Mutterpflanze im Herbstwind einen Purzelbaum schlägt, dabei der Stängel aufbricht und der Samen wegrollen kann. Man spricht deshalb von Steppenrollern.

Ewald Weber: Die Pflanze, die gern Purzelbäume schlägt ..., oekom-Verlag, 236 S., Fr. 35.–

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