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Das Stammschloss in Seelisberg

Gelegen in Seelisberg, am alten Säumerweg von Bauen nach Beckenried, ist das zauberhafte Schlösschen Beroldingen das Herrenhaus mit der wohl spektakulärsten Lage der Schweiz: weit unten der in der Sonne glitzernde Urnersee, umkränzt von dem oft bis weit in den Frühling hinein schneebedeckten Bergmassiv, während im Rücken der Niederbauen bedrohlich in den Himmel ragt.

Erbaut hat das Haus Mitte des 16. Jahrhunderts der Urner Landammann und Kriegsunternehmer Josue von Beroldingen. In Erinnerung an eine Pilgerfahrt nach Jerusalem liess er seinem Sitz eine Kapelle anfügen, zu Ehren der Heiligen Thomas und Laurentius, geweiht vom Bischof von Konstanz. Möglicherweise verfügten die aus Seelisberg stammenden Beroldingen bereits im 13. Jahrhundert am Standort des Schlosses über ein Steinhaus, vielleicht einen Wohnturm. Genaueres weiss man nicht. Das Innere des dreistöckigen Gebäudes besteht aus kleinen Räumen von eher bäuerlichem als herrschaftlichem Charakter.

Erwähnenswert sind das aus der Zeit stammende Geländer der zweiläufigen Treppe, ein Kachelofen von 1783 sowie das Stübli, wo jeweils der Kaplan nächtigte, der laut einer Anordnung von Josue neunmal im Jahr in der Kapelle die Messe lesen musste. Josues Sohn Sebastian machte das Stammhaus der Familie zum unveräusserlichen Fideikomiss, das heute vom Kanton Uri verwaltet und als Wohnhaus vermietet wird.

1780 ist mit Johann Balthasar letztmals ein von Beroldingen als Besitzer des Schlösschens erwähnt.

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