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Kolumne

Das Etui hat überdauert

Villa Kunterbunt
Roger Berhalter

Es ist zwar kein grosser Sprung für die Menschheit, aber ein grosser Schritt für einen kleinen Menschen: Unser ältester Sohn kommt in die Schule. Nun ist also bald Schluss mit lustigen Kindergarten- spielen, jetzt beginnt der Ernst des Lebens. Wie dieser aussieht, erfuhr ich neulich an einem Infoabend. Fazit: Nichts ist mehr wie früher, auch die Schule nicht.

Heute dauern die ersten zwei Schuljahre bei Bedarf drei Jahre (oder auch nur eines, sollte der Kleine hochbegabt sein, mal schauen). Heute steht der Lehrer nicht mehr vorne und die Schüler hören zu, nein: Heute gleichen die Klassenzimmer Lernlandschaften, in denen kaum mehr erkennbar ist, wo die Lehrerin sitzt. Gelernt wird kooperativ, in Lernstandsgruppen und altersdurchmischt, und die integrierte Schulförderung klärt noch im Unterricht den individuellen Förderbedarf ab.

Es könnte einem schwindlig werden bei all dem pädagogischen Fachjargon. Wie wohltuend war da der Brief, den die Lehrerin meinem Sohn – ihrem künftigen Schüler – schickte. Sie platzierte darin den Aufruf, er möge am ersten Tag bitte Schulthek, Etui und Finken mitbringen. Schulthek, Etui und Finken: drei Worte, die 1000 Erinnerungen wecken. Und mir versichern, dass die Primarschule, zumindest ein bisschen, noch immer so ist wie früher.

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