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Gute Frage: Wie können Countertenöre so hoch singen?

Die ganz hohen Töne sind nicht nur in der klassischen Musik gefragt, sondern auch beim Jodeln.
Henrike Berkefeld

«Ein Countertenor singt vergleichbar hoch wie eine weibliche Alt- oder Sopranstimme», weiss Corinna Herr, Musikwissenschafterin an der Ruhr-Universität Bochum, über die hohe Männerstimme, die mit der sogenannten Falsetttechnik gesungen wird, zu berichten. «Auch wenn bei professionellen Countertenören diese Stimmlage in Ton­umfang und Klang perfektioniert ist, so kann im Prinzip jeder Mann so hoch singen.»

Denn die Höhe eines gesungenen Tones wird durch das Verhalten der Stimmlippen im Kehlkopf bestimmt. Die Stimmlippen sind zwei benachbarte Gewebefalten, die am Knorpel des Kehlkopfes befestigt sind. Strömt die Ausatemluft zwischen ihnen hindurch, schlagen sie vibrierend gegeneinander. Töne entstehen. Die Stimmlippen liegen den Stimmmuskeln auf, die durch ihre Spannung die Elastizität der Stimmlippen bestimmen. Sind die Muskeln erschlafft, sind die Stimmlippen weich. Ein tiefer Ton erklingt.

Gespannte Muskeln spannen die Stimmlippen. Die Töne werden höher. Corinna Herr: «Im Falsett, in dem die Countertenöre singen, schliessen die Stimmlippen zudem nicht mehr vollständig. Diese charakteristisch sehr hohe Männerstimmlage wird nicht nur in klassischer Musik verwandt, auch beim Jodeln kommt sie zum Einsatz.»

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