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Brücken: Das sind die acht wichtigsten Bauarten

Das Unglück von Genua hat uns aufgeschreckt, denn arglos überqueren wir jeden Tag viele Brücken – mit dem Auto, dem Zug oder zu Fuss. Brücken sind die Hohe Schule des Ingenieurwesens. Wir stellen die acht wichtigsten Arten vor.
Text: Bruno Knellwolf, Illustration: Selina Buess

Die Filigrane - Schrägseilbrücke

Schrägseilbrücken haben hohe Pylone (Pfeiler) und grosse Spannweiten (Abstand zwischen den Pylonen). Sie können Spannweiten von 200 bis 1000 Meter tragen und zeichnen sich durch besondere Steifigkeit und Stabilität aus. Die grösste Schrägseilbrücke steht in Wladiwostok, Russland. Die Gesamtlänge der Russki-Brücke beträgt 3100 Meter, die Hauptspannweite 1104 Meter, die Pylone sind 321 Meter hoch. Sie wird auch als Putins Prestige-Brücke bezeichnet. Beispiel: Morandi-Brücke, Genua (Erstellung 1967)

Die Schmale - Spannbandbrücke

Diese Brücke halten mehrere Spannbänder zusammen, welche den Holzübergang stabilisieren. Die Spannbänder sind mit den Auflagern der Brücke fest verbunden. Spannbandbrücken werden vor allem für Fussgänger-Passagen genutzt. Beispiel: Aaresteg Mülimatt, Brugg (2010)

Die Massive - Balkenbrücke

Die Balkenbrücke ist eine der am häufigsten gebauten Überquerungen. Die meisten Autobahnbrücken in der Schweiz sind Balkenbrücken, deren Querschnitt, meist ein Hohlkasten aus Stahlbeton, einem Balken entspricht. Die Balkenbrücke hat eher kleinere bis mittlere Stützweiten. Sie ist leicht anzufer­tigen und in verschiedenen Formen anzutreffen. Die längsten Balkenbrücken sind etwa 300 Meter lang. Beispiel: Sitterviadukt St. Gallen, Nationalstrasse A1 (1987)

Die Unerschütterliche - Rahmenbrücke

Die Rahmenbrücke sieht der Balkenbrücke ähnlich, ist aber in der Regel etwas kürzer. Während bei der Balkenbrücke die Stützen und Brücke durch ein Lager getrennt sind, ist bei der Rahmenbrücke der Überbau fest mit dem Unterbau verbunden. Wird oft als Autobahnbrücke gebaut. Beispiel: Averserrheinbrücke Andeer A1 (1967)

Die Traditionelle - Bogenbrücke

Baumeister in früheren Jahrhunderten bauten in der Regel Bogenbrücken. Die klassische Bogenform eignet sich für massive Baustoffe wie Stein und Beton. Auch heute noch wird die äusserst stabile Bogenbrücke zur Überwindung tiefer Täler oder Geländeeinschnitte erstellt. Werden Stahlbögen eingesetzt, sind sogar Spannweiten bis zu 800 Metern möglich. Beispiel: Crestawaldbrücke Sufers (1958)

Die Indianerbrücke - Gerüstbrücke

Diese Brücke kennt man vor allem aus amerikanischen Western, wenn in diesen Filmen die Dampflokomo­tiven darüberfahren. Tatsächlich stammen viele dieser Brücken aus dem 19. Jahrhundert und waren die einfachste Brückenvariante in den Pionierjahren der Eisenbahn. Beispiel: Clear Creek County, Colorado, USA (1877)

Die Spektakuläre - Hängebrücke

Die weltweit bekannteste Hängebrücke ist die Golden Gate Bridge in San Francisco. Wie dort müssen Hängebrücken grosse Spannweiten haben, um stützenfrei eine grosse Distanz zu überwinden. Sie kommen deshalb bei Stützweiten von über 800 Metern vor. Allerdings nicht für Eisenbahnbrücken, weil sich Hängebrücken leicht verformen. Vor allem bei Wind und Sturm. Beispiel: Golden Gate Bridge, San Francisco (1937)

Die Handwerkliche - Fachwerkbrücke

Wie Fachwerkhäuser sind Fachwerkbrücken eine Konstruktion aus mehreren Stäben, deren Enden miteinander verknüpft werden. Dadurch entstehen hohe Tragfähigkeiten, was diese Brücke für den Eisenbahnverkehr interessant macht. Meist in Stahl oder manchmal auch in Holz gefertigt. Beispiel: Aarebrücke Interlaken (1916)

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