Bratwurst ade...

In den nächsten Wochen wird wieder fröhlich gefeuert aus den Konfettikanonen, laut getrötet und die «fünfte Jahreszeit» gefeiert.

Drucken

In den nächsten Wochen wird wieder fröhlich gefeuert aus den Konfettikanonen, laut getrötet und die «fünfte Jahreszeit» gefeiert. Doch wer weiss, woher das Fest seinen Namen hat? Ein klarer Fall für das Herkunftswörterbuch (das auf den komplizierten Namen «Etymologie» hört, aber voll spannender Geschichten steckt...). Wir haben in der kindertauglichen Fassung von Timo Brunke nachgeschlagen und gleich drei Namen gefunden: Fasching, Fas(t)nacht, Karneval. Die haben mit Konfetti, Kostümen und Strassenumzügen kaum etwas zu tun.

Früher ging es sogar eher um das Gegenteil von Feiern, nämlich um das Fasten, um den Verzicht auf Essen oder wenigstens auf Fleisch. Die Zeit zwischen Fastnacht und Ostern heisst auch «Passionszeit». In dieser Zeit sollten die Menschen darüber nachdenken, was Jesus vor Ostern erleben musste. Und weil üppiges Essen vom Nachdenken abgelenkt hätte, verzichteten sie in diesen Wochen auf Fleisch. Die «Fast-Nacht» ist nun «die Nacht oder der Abend, bevor das Fasten losgeht». «Fasching» kommt von «Fastengang», also «der Gang zum Fasten». Und «Karneval»? Hat sich aus der lateinischen Sprache entwickelt und heisst: «Leb wohl, Fleisch!» oder «Tschüss, Braten, tschüss, Wurst!»

Timo Brunke: Warum heisst das so? Ab 6. Klett Kinderbuch, Fr. 15.90 Nicht traurig sein: Wenn wir uns im März wiedersehen, ist immer noch Konfetti- und Bratwurstzeit! (bk.)

Aktuelle Nachrichten