Heisser Februar
«Bomben-Hammer-Party»: Ist dieses mexikanische Festival die gefährlichste Tradition der Welt?

Es klingt wie der schlechte Titel einer Schlagerparty, aber es ist ein brandgefährliches Festival: die «Bomben-Hammer-Party» im mexikanischen San Juan de la Vega. Für Bombenstimmung sorgen dabei mit Sprengsätzen bestückte Hämmer, die auf Eisenplanken geschlagen werden.

Merken
Drucken
Teilen

Die Einwohner von San Juan de la Vega feiern ihren Stadtpatron auf bizarre Art und Weise. Immer im Februar verwandeln mehrheitlich junge Männer das örtliche Fussballfeld in ein Schlachtfeld. Anlässlich der «Bomben-Hammer-Party» schlagen sie mit sprengstoffbesetzten Hämmern auf Eisenplanken ein.

«Gefeiert» wird mit dieser explosiven Tradition den Namensgeber des Ortes, Juan Aquino de la Vega. Dieser holte im 17. Jahrhundert Gold zurück, das Banditen Minenarbeitern gestohlen hatten, und verteilte es an die Armen.

Dieses Happy End und ihren ganz eigenen «Robin Hood» feiern die Einwohner seither mit einer sinnbildlichen Schlacht der «Guten» gegen die Banditen, bei der es immer wieder Verletzte gibt. 400 Jahre alt ist dieser skurrile Brauch also schon.