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Bio oder Nicht-Bio: So kaufen Herr und Frau Schweizer ein

Im Stimmlokal entscheiden wir, wie Tierwohl und Umweltschutz gefördert werden sollen. Das könnte man auch vor dem Ladenregal tun, indem man sich für Bio-Lebensmittel entscheidet.
Bruno Knellwolf

Die Fair-Food-Initiative, über die wir am kommenden Wochenende abstimmen, hat das Tierwohl, die Ökologie und die Qualität der Nahrung im Fokus. Bei einer Annahme müsste der Bund das Angebot an nachhaltig und fair produzierten Lebens- und Futtermitteln erhöhen. Durch Einfuhrzölle und Kontingente müssten die strengen Vorschriften auch bei Importgütern aus dem Ausland durchgesetzt werden. Regionale und saisonale Produkte müssten gefördert werden. Die Befürworter betonen den durch die Initiative gesteigerten Tierschutz und die geschonte Umwelt, die Gegner warnen vor der ausufernden Bürokratie und den teureren Produkten.

Vor dem Ladenregal abstimmen

Das Angebot von Bio-Lebensmitteln in den Einkaufsläden ist das eine. Das andere ist die Nachfrage, also das Verhalten der Kunden beim Einkauf. Denn Bio-Angebote gibt es auch heute schon zur Genüge. Die Grossverteiler zum Beispiel haben eigene Bio-Sortimente für alle möglichen Lebensmittel. Statt an der Urne könnten die Schweizerinnen und Schweizer also vor dem Laden­regal abstimmen, ob sie mehr Nachhaltigkeit, Tierschutz und weniger Pestizide wollen. Die Nachfrage bei den beiden grössten Grossverteilern zeigt, dass der Verkauf von Bio-Lebensmitteln einen recht hohen Umsatz generiert. «Der Anteil Früchte und Gemüse mit einem Mehrwert-Label wie beispielsweise Naturaplan und Pro Specie Rara liegt bei knapp einem Viertel», schreibt Alena Kress, Mediensprecherin bei Coop.

Der Anteil der Tierwohllabel liege bei Coop bereits bei rund 65 Prozent. «Von unserem gesamten Fleisch-Sortiment machen Naturafarm und Naturaplan bereits knapp 60 Prozent aus», schreibt Kress. Solch genaue Angaben sind bei der Migros nicht zu erhalten. Zu erfahren sind lediglich die jährlichen Umsatzzahlen von Bio-Lebensmitteln. Im Jahr 2017 hat die Migros für 889 Millionen Franken Bio-Lebensmittel verkauft.

Der Blick auf die letzten zehn Jahre zeigt einen deutlich zunehmenden Anteil an Bio-Waren. Im Jahr 2009 lag der Umsatz noch bei 357 Millionen. Gemäss dem Bundesamt für Landwirtschaft wurden 2017 in der Schweiz Bio-Produkte im Wert von 2,7 Milliarden Franken verkauft. Vor zehn Jahren betrug der Bio-Umsatz noch 1,3 Milliarden. Dieser hat sich somit in zehn Jahren mehr als verdoppelt. Noch eine interessante Zahl: Im Jahr 2017 nahmen Obstanlagen in der Schweiz eine Fläche von 7152 Hektaren ein. 594 Hektaren, also 8 Prozent davon wurden biologisch bewirtschaftet.

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