Im grünen Bereich: Die Giesskanne hat ausgedient

Wer seine Pflanzen noch mit der Giesskanne tränkt, wird milde belächelt. Bewässerungssysteme sind die Lösung. Natürlich per App steuerbar.

Katja Fischer De Santi
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Ach, dieser Sommer! Die Sonne brennt den Garten nieder, es welkt überall, das Giessen wird zu Sisyphusarbeit. Wenn man denn überhaupt noch tränken mag und darf. Grosse Teile meines Gartens habe ich bereits aufgegeben, allein das Gemüse, allen voran die Tomaten und einige mir besonders liebe Topfpflanzen, wässere ich seit Monaten durch. Abend für Abend, mühsam mit der Giesskanne.

Von manchen, meist männlichen, Gartenfreunden werde ich dafür milde belächelt. «Du giesst noch?», fragen sie über den Gartenzaun, um dann zu einem längeren Vortrag über ihr automatisches Bewässerungssystem auszuholen. Dieses sei ja so viel mehr als ein Schlauch mit Löchern. Dank Sensoren für Bodenfeuchtigkeit und Licht­intensität würde stets die exakt richtige Wassermenge zu den Pflänzchen kommen. Natürlich sei das Ganze via App steuerbar. Besonders erwähnenswert finden sie, dass man das System problemlos in die Hausautomation einbinden kann. Was unverzichtbar sei, um die Einsätze des Rasenmähroboters auf die Bewässerung abzustimmen. Ich tränke derweil stoisch weiter und frage mich, ob diese High-Tech-Begrüner ihre Gärten überhaupt noch betreten. Besser nicht, sie würden nur über Kabel, Sensoren und Schläuche stolpern.