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Bayrisches Grillfest: Der BMW X7 im Vergleich mit dem 7er

Der Vergleich zwischen BMWs Grössten zeigt, warum SUVs so beliebt sind und warum der Diesel weiterhin stark ist.
Philipp Aeberli
Der X7 in vollere Fahrt. Bild: zvgDer X7 in vollere Fahrt. Bild: zvg
An der Front einigen sich X7 und 7er auf einen riesigen Doppelnierengrill für einen eindrucksvollen Auftritt. Insgesamt wirkt aber die Limousine (hier auf dem Bild) deutlich eleganter und filigraner. Bild: zvgAn der Front einigen sich X7 und 7er auf einen riesigen Doppelnierengrill für einen eindrucksvollen Auftritt. Insgesamt wirkt aber die Limousine (hier auf dem Bild) deutlich eleganter und filigraner. Bild: zvg
Den X7 gibts als Sechs- oder Siebenplätzer. Bild: zvgDen X7 gibts als Sechs- oder Siebenplätzer. Bild: zvg
Die tadellose Verarbeitung überzeugt bei beiden Nobelbayern. Bild: zvgDie tadellose Verarbeitung überzeugt bei beiden Nobelbayern. Bild: zvg
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Die Sieben steht bei BMW für puren Luxus, weswegen der Vergleich zwischen dem neuen X7 und der überarbeiteten 7er-Limousine in einer Liga spielt, welche für die meisten Autokäufer nicht erreichbar ist. Doch lässt sich anhand des Paars ein grosser Trend anschaulich erklären. Denn: In fast allen Grössenklassen bieten immer mehr Hersteller SUVs an, die von den Kunden fleissig gekauft werden. Mit dem X7 bietet BMW nun auch in der Luxusklasse einen SUV an, der nicht zuletzt das Aushängschild der Marke konkurrenziert: die 7er-Limousine.

Optisch überragt der X7 die klassische Limousine regelrecht. Der 5,15 Meter lange Sechsplätzer wirkt wuchtig und einschüchternd. Während das Heck durch die hohe Dachlinie vor allem auf hohen Nutzwert ausgelegt ist – der Kofferraum fasst 326 bis 2120 Liter –, haben die Designer der Front vor allem einen imposanten Blick verschafft. Die LED-Laser-Frontleuchten blicken flach und grimmig, der Doppelnierenkühlergrill wirkt schlichtweg riesig.

Umso überraschender ist es, dass man mit dem riesigen SUV im Alltag gut zurechtkommt. Freilich mag der X7 keine allzu engen Parkplätze; doch dank 360-Grad-Kamera und Allradlenkung lässt er sich vergleichsweise spielerisch manövrieren und wirkt auch im Parkhaus nicht ungelenk. Die wahre Domäne des X7 ist aber nicht der Alltag im Parkhaus und in der Stadt, sondern das Reisen auf langen Etappen. Hier verwöhnt der Grosse mit seidenweichem Federungskomfort, hervorragender Geräuschdämmung und vor allem mit viel Platz. So sitzt man äusserst bequem und grosszügig und dank erhöhter Position auch erhaben.

Gerade im Vergleich zur 7er-Limousine wird der Vorteil der SUV-Bauform sofort klar. Hier sitzt man deutlich höher, das Dach ist näher am Kopf. Man sitzt zwar ebenso bequem, fühlt sich aber längst nicht so souverän eingebettet wie im grossen X7.

Wie es sich für eine Limousine der Luxusklasse gehört, ist aber auch im 7er der Federungs- und Geräuschkomfort von erster Güte. Hinzu kommt das gediegene Ambiente dank hochwertig verarbeitetem Leder, grossartigem Soundsystem (Aufpreis 5650 Franken) und bequemen Sitzen mit Massagefunktion.

Wenn es um die verbaute Technik geht, schenken sich die beiden Edelbayern nicht viel. Hier wie da lassen sich alle erdenklichen Fahrassistenten und Extras verbauen, digitale Instrumente sind hier wie da eine Selbstverständlichkeit. Allerdings kommt im X7 schon eine neuere Version des BMW-Bediensystems zum Einsatz, was sich vor allem durch den grösseren Screen auf dem Armaturenbrett positiv bemerkbar macht.

Glaubensfrage: Benzin oder Diesel?

In Sachen Reisekomfort kann der SUV die klassische Limousine also gar übertreffen – und zwei Passagiere mehr befördern. Für den flacheren 7er spricht dafür, dass er auf kurvigen Wegen naturgemäss agiler und souveräner wirkt, auch wenn der X7 solche Strecken, gemessen an seiner Bauform, erstaunlich gelassen und mit wenig Seitenneigung über sich ergehen lässt.

Der Ruf des Dieselmotors hat in den vergangenen Jahren stark gelitten. Der Reihensechszylinder im X7 M50d tut alles, um das Image wieder aufzupolieren. Dank vier(!) Turboladern kommt er auf 400 PS und 700 Nm. Zudem schiebt er schon knapp über Leerlaufdrehzahl souverän und verzögerungsfrei an. Er läuft ruhig und kultiviert und begnügt sich auch im 2,5-Tonnen-SUV im Schnitt mit 7,6 l/100 km, nur knapp mehr als der Werksverbrauch von 7,4 l/100 km.

Die 7er-Limousine tritt als 750i xDrive zum Test an. Ebenfalls mit Allradantrieb, aber mit 4,4-Liter-V8 Benzinmotor und doppelter Turboaufladung. Es sind Nuancen auf höchstem Niveau, doch der Benziner läuft nochmals eine Spur kultivierter, klingt feiner und schiebt dank 500 kg weniger Gewicht und deutlich mehr Leistung (530 PS/750 Nm) noch vehementer an. Allerdings will er dafür auch entlöhnt werden. Das Werk veranschlagt 9,5 l/100 km, im Test waren es 10,8 l/100 km.

Das gilt auch beim Anschaffungspreis: Der 750i xDrive kostet ab 138 600 Franken, der X7 M50d ist fast 8000 Franken günstiger. Mit identischer Motorisierung fällt der Preisvorteil des X7 immer noch deutlich aus: 6000 Franken. Somit ist der X7 in fast allen Belangen der bessere Siebner. Allerdings muss man den wuchtigen Auftritt mögen; die Limousine wirkt hier zeitloser und eleganter.

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