Barhocker

Vom Barhocker direkt ins Bett «Zweimol übertrölle, und denn ischmer scho im Bett!», grinst Fritz Roth. Von seiner Bar ins Bett sind es tatsächlich nur drei Schritte. Neben der Gaststube wartet bei Bedarf ein Matratzenlager auf die nicht mehr Geh- oder Fahrwilligen.

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Bauers- und Wirtsleute: Fritz und Alexandra Roth haben für die Weid-Hof-Bar einen Weid-Hof-Kafi kreiert, den man auch kalt geniessen kann. (Bilder: Michael Hug)

Bauers- und Wirtsleute: Fritz und Alexandra Roth haben für die Weid-Hof-Bar einen Weid-Hof-Kafi kreiert, den man auch kalt geniessen kann. (Bilder: Michael Hug)

Vom Barhocker direkt ins Bett

«Zweimol übertrölle, und denn ischmer scho im Bett!», grinst Fritz Roth. Von seiner Bar ins Bett sind es tatsächlich nur drei Schritte. Neben der Gaststube wartet bei Bedarf ein Matratzenlager auf die nicht mehr Geh- oder Fahrwilligen. Ein direkter Zusammenhang bestehe da nicht, beteuert Roth. An dieser Bar werde zwar auch mal währschaft gebechert, aber gewiss nicht stets derart exzessiv, dass man danach gleich ins Bett falle. «Aber es kann vorkommen», ergänzt Wirtin Alexandra Roth.

Business und Esoterik

Bar und Restaurant des Weid-Hofs sind nur auf Bestellung offen. Den Weid-Hof kann man buchen, für eine Hochzeit, ein Klassentreffen, ein Business-Seminar oder einen Esoterik-Kurs. Dann erhält man nicht nur die auf 900 Metern über Meer stehende Weid-Stube zur Verfügung, sondern die wunderbare Aussicht gleich dazu. Das Voralpenpanorama reicht vom Säntis bis zum Bodensee. Das Dienstleistungspaket geht von der Bauernolympiade über die Schnupfmaschine bis zum Feuerlauf.

Auch das Melken einer Phantomkuh oder das Freiluftbaden im Zuber gehören dazu.

2005 haben Fritz und Alexandra Roth ihren Bauernhof mit dem Restaurant im ehemaligen Heutenn erweitert. Seither rennen ihnen die Gäste die Türen ein. «Es ist wohl die spezielle Atmosphäre direkt unter dem ausgebauten Dachstock die zum <Höckeln> einlädt», sagen Roths. Durch Kuhmist waten müssen die Gäste jedoch nicht. Fritz Roths Kühe sind in einer Stall-Dépendance ausgelagert.

Schnupftabak im Dachgebälk

Im Weid-Hof wird nicht nur gehöckelt. Manchmal arbeiten Seminarteilnehmer an Teambildungskonzepten, brainstormen über neuen Produkten und laufen zum Höhepunkt über glühende Kohlen. Als Belohnung gibt es ein Fondue Chinoise und zum Abschluss ein Gläschen «Honigchrüter» an der Bar.

Das Meckern der Ziegen, das Schnauben von zwei Pferden und die Liebkosungen der anhänglichen Berner-Sennenhund-Mischung Cindy sind gratis im Angebot.

Ebenfalls gratis sind die Schnupfprisen, die Fritz Roth freundlich lachend anbietet – jedem, der es verträgt. Ein paar hundert leere Schnupftabakdosen im Dachgebälk zeugen davon, dass von diesem Angebot wohl kräftig Gebrauch gemacht wird.

Michael Hug

Restaurant Weid-Hof

Weid 350

Oberhelfenschwil

Öffnungszeiten:

Auf Bestellung und sonntags bei schönem Wetter

Kleines Bier: Fr. 4.50

Spezielles: Freiluft-Badezuber

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