Autogenes Training

Entspannung I Zu den bekanntesten Entspannungsverfahren gehört in Europa das autogene Training. Es ist, wie Franz Petermann und Dieter Vaitl in ihrem Praxishandbuch über Entspannungsverfahren (Beltz-Verlag) feststellen, eine Form der «konzentrativen Selbstentspannung».

Merken
Drucken
Teilen

Entspannung I

Zu den bekanntesten Entspannungsverfahren gehört in Europa das autogene Training. Es ist, wie Franz Petermann und Dieter Vaitl in ihrem Praxishandbuch über Entspannungsverfahren (Beltz-Verlag) feststellen, eine Form der «konzentrativen Selbstentspannung». Entwickelt wurde das autogene Training vom Berliner Nervenarzt J. H. Schultz in den 1920er-Jahren aufgrund von Beobachtungen an hypnotisierten Patienten. Er stellte fest, dass viele seiner Probanden nach einer Reihe von Hypnose-Sitzungen in der Lage waren, sich selbst in einen hypnotischen Zustand zu versetzen, Ruhe und Entspannung zu erleben, sowie Schwere und Wärme in den Gliedmassen zu verspüren. Die Betreffenden fühlen sich danach frisch und ausgeruht, und auch das seelische Wohlbefinden nimmt zu.

Entspannung II

Biofeedback

Unter dem Begriff Biofeedback wird eine in den 1970er-Jahren entwickelte Palette von Methoden zusammengefasst, die allesamt das Ziel verfolgen, Selbstkontrolle über bestimmte körperliche Vorgänge zu erlernen. Angewendet wird Biofeedback mit Erfolg bei Schmerzzuständen. Zahlreiche Studien belegen zum Beispiel die Effektivität der Methode bei der Behandlung von Spannungskopfschmerzen und von Migräne. Auch der Blutdruck konnte in vielen Fällen mit Hilfe von Biofeedback gesenkt werden.

Entspannung III

Hypnose

Die Geschichte der Hypnose beginnt vor über 4000 Jahren in China. Im antiken Griechenland wird die Hypnose als Heilschlaf angewandt, auch vielen Naturvölkern ist sie als Ritus bekannt. Eine zu hypnotisierende Person muss «suggestibel» sein, die Führung übernimmt der Therapeut. Der Patient kann dabei einen besseren Zugang zu seinen Erinnerungen, Gefühlen, Bedürfnissen, zu Wahrnehmung und Ressourcen finden. Lern- und Behaltensprobleme lassen sich mildern, und das Wiedererleben traumatisierender Erlebnisse ist so möglich. Auch zur Vorbereitung von Operationen wird Hypnose eingesetzt.

Entspannung IV

Imagination

Imaginative Verfahren nutzen die Vorstellungskraft, um Verhalten «im Geist» einzuüben, wenn dies nicht in der Realität geschehen kann. Bei Krebspatienten und -patientinnen konnte mittels Imagination ein Schwinden der Ängste und ein Rückgang von Stress festgestellt werden. Auch Schlafprobleme und Müdigkeit wurden kleiner.