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Kolumne

Aufgeganselt

Rudolf Gruber

Eine Tafel mit dem mehrdeutigen Ortsnamen «Fucking» zählt zu den begehrtesten Beutestücken in Österreich. In diesen Tagen haben Diebe wieder einmal das Schild ausgegraben und mitgehen lassen. Dabei hatte die Gemeinde im oberösterreichischen Innviertel vorgesorgt, der Pfahl wurde extra in einem Betonsockel mit Eisenschrott befestigt, nachdem die Tafel bereits sechsmal gestohlen worden war.

Besonders Ortsfremde finden es reizvoll, den Namen auf Englisch auszusprechen. Irgendwie verständlich, auf Deutsch klingt Fucking eher lusttötend. Für die rund einhundert kreuzbraven Dörfler sind die busweise anreisenden, «aufgeganselten» (sexuell stimulierten) Touristen, die sich vor der Ortstafel fürs Selfie aufstellen, längst zur peinlichen Lärmplage geworden. Ausgelöst hatte den Andrang vor Jahren ein Foto im «Playboy», seither ist Fucking ein Running Gag im Internet.

Als Schilddiebe vermutet die Polizei indes einheimische Souvenirjäger mit übersteuerter Libido und dem Talent, stets spurlos unterzutauchen.

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