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Auf der ID gibt’s nichts zu lachen

Lachen auf der ID, das war einmal. Heute ist der Gesichtsausdruck vorgegeben. Das hat mit Biometrie zu tun, einem neuen Erkennungsverfahren. In der Schweiz gibt es jedoch nur biometrische Pässe.
Jacqueline Schilling
Fotografien für die ID oder den Pass: Augen auf, geradeaus schauen und keine Zähne zeigen. (Bild: Getty)

Fotografien für die ID oder den Pass: Augen auf, geradeaus schauen und keine Zähne zeigen. (Bild: Getty)

Nur ganz knapp stimmten die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger vor etwa zehn Jahren der Einführung eines biometrischen Passes zu. Was ist das, ein biometrischer Pass? Es ist immer noch ein rotes Büchlein aus Papier. Der grosse Unterschied liegt im Deckel. Dort befindet sich nämlich ein Chip mit persönlichen Daten. Zum einen sind das unsere Fingerabdrücke, zum anderen ein Gesichtsbild. Biometrie ist eine Wissenschaft, die sich mit Messungen an Lebewesen beschäftigt. Ein Teil davon sind die biometrischen Erkennungsverfahren, die auch bei e-Pässen zur Anwendung kommen. Sie basieren auf Charakteristika, die zwar bei allen Menschen vorkommen, aber einzigartig sind. Der Fingerabdruck ist so ein Beispiel, die Iris-Erkennung oder die Gesichtsgeometrie. Mittlerweile können die Charakteristika rasch gemessen und ausgewertet werden. Man erkennt also, ob die Daten im Chip zum Mensch gehören, der vor einem steht. Die Daten können nur mit Lesegeräten, die verschlüsselt übermitteln, eingesehen werden. Dazu berechtigt sind gemäss Fedpol (Bundesamt für Polizei) nur Staaten, deren Datenschutz dem schweizerischen gleichwertig ist. Der Chip kann nicht unbemerkt verändert werden. Das macht den Passfälschern das Leben schwer.

Neu Identitätskarte ab 2021 – ohne Chip

Seit 2010 werden biometrische Pässe ausgestellt. Ausnahme: Der Not-Pass, den jemand beantragen kann, der am Flughafen feststellt, dass er seinen Pass vergessen hat oder dass er abgelaufen ist. Auch wenn die Zeit nicht mehr reicht, um einen «normalen» Pass zu beantragen, kann ein Not-Pass die Lösung sein. Ausgestellt werden Not-Pässe am Flughafen oder durch die kantonalen Passämter. Die Gültigkeitsdauer von Not-Pässen ist unterschiedlich und hängt davon ab, wohin die Reise geht. In der Regel ist der Not-Pass für die Dauer der Reise gültig, manchmal länger. So oder so: Ein Not-Pass gilt maximal zwölf Monate und muss bei der Einreise in die Schweiz wieder abgegeben werden. Für die Reise in unsere Nachbarländer brauchen wir keinen Pass. Eine ID genügt. Aber was, wenn die abgelaufen ist? Eine Situation, die viele kennen. Verreist man mit einer abgelaufenen, also ungültigen ID ins Ausland und wird kontrolliert, entscheiden die Behörden vor Ort über das weitere Vorgehen. Sie dürfen auf jeden Fall die Personalien abklären.

Die Identitätskarten von Kindern sind übrigens fünf Jahre gültig, Erwachsene dürfen die gleiche ID zehn Jahre lang benutzen. Identitätskarten können beim Einwohneramt der Wohngemeinde beantragt werden. Dafür braucht’s ein Passfoto. Die Richtlinien für diese Fotos umfassen eine ganze A4-Seite: Lachen ist nicht erlaubt, aber ein freundlicher Gesichtsausdruck schon. Brillen darf man aufbehalten, wenn die Augen nicht verdeckt sind und die Brillengläser nicht spiegeln. Sonnenbrillen sind verboten. Kopfbedeckungen sind ebenfalls keine erlaubt, es sei denn, man kann medizinische oder religiöse Gründe geltend machen. Und so weiter und so fort. Um das Bild für einen Pass und die Fingerabdrücke kümmert sich das kantonale Passamt.

Aus Sicherheitsgründen müssen Ausweisdokumente von Zeit zu Zeit erneuert werden. So gibt’s voraussichtlich ab 2021 eine neue Identitätskarte – vorerst ohne Chip.

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