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«Auf dem Parkett ist alles in Bewegung»

Fünf Monate lang tourt die Tänzerin Gisa Frank durch die Ostschweiz: mit Tanzlust, Tanzwut, Tanzsucht – mit vielen Gästen. «Gemischte Beine – bewegte Gefühle» ist ein Stück über die tanzende Gesellschaft quer durch Zeiten, Schichten und Stilrichtungen.
Tanzorchester auf einen Blick. (Bild: PD/frank-tanz.ch)

Tanzorchester auf einen Blick. (Bild: PD/frank-tanz.ch)

Dies ist ein Artikel der "Ostschweiz am Sonntag". Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

In wechselnden Tanzsälen trifft sich ein Ad-hoc-Ensemble aus 15 Mitwirkenden der freien Tanz- und Musikszene. In der neuen Produktion von frank-tanz legt die Truppe um Gisa Frank eine bewegte Spur durch ländliche und städtische Tanzräume in der Ostschweiz und dem Vorarlberg, vom Fürstentum Liechtenstein bis nach Olten. Sie greift das tänzerische Kulturgut auf und mischt es neu: vom Brauch bis zur Kunstgattung, vom reinen Glücksausdruck bis zur geregelten sozialen Interaktion. Musikalisch wird der Wechsel zwischen Alltag und Fest von einer hauseigenen Kapelle und wechselnden Gastmusikern begleitet.

Eine Tanzzeitung lädt zum Schmökern ein

Zum gross angelegten Tanzprojekt erscheint eine Begleitzeitung (bereits einsehbar unter frank-tanz.ch). Sie schlägt ein «emotionales Wörterbuch zum Tanz in der Gesellschaft» auf, sammelt und ordnet Geschichten, die von bewegten Gefühlen erzählen. Dabei werden viele der aufgeführten Schlagworte nicht nur schriftlich, sondern in etwas abgewandelter Form auch auf der Bühne verhandelt. Die jeweiligen Einträge reichen von der persönlichen Erinnerung über die lokale Anekdote bis zum Historienhäppchen. Und so wie das Geschehen auf der Bühne in erster Linie der hiesigen Tanzkultur nachgeht, so finden sich auch im dazugehörigen Wörterbuch vornehmlich Geschichten aus und Verweise auf die Region.

Gisa Frank

Gisa Frank

So liest man etwa in der Projektzeitung etwa zum Thema Wechsel und Wandel: «Auf dem Parkett ist alles in Bewegung, nicht nur die Beine. Hier wandelt sich von einem Moment auf den anderen die Scham in Lust, verdrängt das ausgelassene Spiel den Anstand, verliert sich die Ordnung im Chaos.» Im Stück wird die Thematik des Wechselns zum leitenden Motiv. So tanzt sich das Ensemble von der zeitgenössischen Umsetzung traditioneller Tänze übers städtische Tanzfieber der 30er-Jahre bis in eine heutige Dorfdisco und zurück. Indem das Projekt das weite Spektrum von Tänzen durchbuchstabiert, zeigt sich deren Gemeinsames umso deutlicher:

Wo und wann immer getanzt wird, ist mit bewegten Gefühlen zu ­rechnen.

Dabei ist das Publikum mitgemeint: Eine Stunde vor Beginn der eigentlichen Vorstellung sind Tanzbegeisterte zu einem Blitzkurs eingeladen. Unter der Anleitung zweier Tanzschaffender aus dem Ensemble und dem Musikgast üben die Teilnehmenden ein Schrittmuster mit zeitgenössischem Einschlag ein. Niemand werde allerdings auf die Bühne geschubst, verspricht Gisa Frank. Der gemeinsam erprobte tänzerische Part wird Teil der Vorstellung. Nach dem Bühnenstück laden Livemusik und DJ auf die Tanzfläche ein. (hak)

Vorpremiere 10.1., 20 Uhr, Saal Krone, Trogen. Danach Tournee. frank-tanz.ch

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