Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Hereinspaziert zum Vogelkonzert: Hier zwitschern Amsel, Fink und der Langschläfer Spatz

Frühaufsteher können im Frühjahr und Anfang Sommer in der Morgendämmerung ein Vogelkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. Auf unserer Vogeluhr werden zehn häufige Singvögel vorgestellt, dazu ertönt jeweils ihr Gezwitscher.
Text: Melissa Müller, Grafik: Viviana Vampiro

Zur interaktiven Grafik: Das Gezwitscher des Vogels wird beim Klick auf die Nummern abgespielt.

Es tschilpt aus jedem Gebüsch, von jedem Baum: Amsel, Fink und Meise singen im Frühjahr besonders eifrig. Die meisten Vögel sind am frühen Morgen aktiv, deshalb sind die Konzerte während der Morgendämmerung besonders vielstimmig.

Nicht alle können gut singen

In der Schweiz brüten rund 100 Singvogelarten. «Nicht alle Singvögel können gut singen – etwa Krähen oder die Rauchschwalbe», sagt Livio Rey, Biologe der Vogelwarte Sempach. Und der Kuckuck sei kein Singvogel, obschon viele davon ausgehen. Und auch die am weitesten verbreitete Ringtaube, die in unseren Wäldern lebt, gehört nicht zu den Singvögeln.

Die Ringtaube wird wegen ihres Gurrens manchmal mit dem Uhu verwechselt – aber dieser ist sehr selten.

In der Literatur taucht oft die Nachtigall auf, wird gepriesen für ihre Melodien. Livio Rey sagt dazu:

Nachtigall.

Nachtigall.

«Ich finde den Gesang einer Nachtigall aber nicht schöner als jenen einer Amsel.»

Die Nachtigall ist selten, hauptsächlich in der Westschweiz, im Wallis und Tessin ertönt ihr Lied.

Vor allem die Männchen sind zu hören

Ab März bis Mitte Juni kann man besonders viele Singvögel hören. Oft rufen ab Ende Juni besorgte Vogelfreunde bei der Vogelwarte an und fragen, wo denn die Vögel seien – man höre sie nicht mehr. Dies sei kein Grund zur Sorge, sagt der Biologe: Vögel singen fast nur zur Brutzeit, danach sind sie viel stiller und deshalb schwieriger zu sehen. Meist sind die Männchen zu hören. Sie wollen mit ihrem Gesang ein Weibchen anlocken und ihr Revier abstecken.

Hausrotschwänze sind Frühaufsteher, sie zwitschern oft schon bei dunkler Nacht los.

Wenig später stimmen Rotkehlchen, Amsel, Zaunkönig, Kuckuck, Kohlmeise und Star in den Morgenchor ein. Spatzen sind Langschläfer. Sie beginnen erst kurz vor Sonnenaufgang zu tschilpen.

Eine Million Buchfinkpaare

Buchfink beim Singen.

Buchfink beim Singen.

Der häufigste Vogel der Schweiz ist der Buchfink – davon leben hierzulande rund eine Million Brutpaare. Die Mönchsgrasmücke folgt an zweiter Stelle. Dieser kleine graue Vogel ist nur schwer zu sehen, weil er sich in Büschen versteckt. Die Männchen tragen eine schwarze Kappe.

Mönchsgrasmücke in Aktion

Mönchsgrasmücke in Aktion

Die Amsel ist die dritthäufigste Vogelart. Einst war sie eine Waldbewohnerin.

Doch sie legte ihre Scheu ab und näherte sich dem Menschen an. Heute brüten in der Schweiz 500000 bis 700000 Amselpaare. «Die häufigen und anpassungsfähigen Vogelarten der Schweiz werden immer häufiger, die seltenen Arten immer seltener», sagt Rey. Eine Bedrohung für die Vögel sei die intensive Nutzung der Wiesen – und der Einsatz von Insektiziden. Fast alle Vogelarten sind bei der Aufzucht ihrer Jungen auf Insekten angewiesen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.