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Ägyptens Paris am Nil

Postkarte aus Downtown Kairo: Eine Immobilienfirma will die alten Häuser renovieren.
Susanna Petrin

«Wir sind jetzt Teil von Europa und wir bauen uns ein Paris! »Vor 150 Jahren verwirklichte Ägyptens Regent Ismail Pasha seinen Traum. Er liess mitten in Kairo einen Stadtteil mit geometrisch angelegten Boulevards, Plätzen, Parks und Palästen bauen. Architekten aus ganz Europa tobten sich hier aus, ausgerüstet mit einer Stilpalette von Neobarock bis Art Déco. Alsbald tummelten sich Bourgeoisie wie Bohème am liebsten in Downtowns edlen Cafés, Clubs und Kinos. Oder sie besuchten die Oper, eine Kopie der Mailänder Scala.

Zerfallende Schönheit

Heute steht an Stelle dieser Oper ein Parkhaus. Hupende Autos drängen sich durch einst von Palmen gesäumte Alleen; Stuck zerbröselt, Säulen stürzen ein, Balustraden rosten. Wo einst handgemachte Kleidung verkauft wurden, verschandeln Polyesterklamotten made in China die Auslagen. Die Hässlichkeit hält im Herzen Kairos Einzug, seit 70 Jahren schon. Doch seine zerfallende Schönheit entfaltet einen neuen Reiz.

Die Immobilienfirma Al Ismaelia hegt nun einen Traum: Möglichst viele der alten Häuser zu renovieren. Es möge ihr gelingen. Nur bitte keine Cupcake-Shops, sonst gerät Downtown zum gentrifizierten Albtraum!

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