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Agassiz-Platz in Neuenburg wird umbenannt

Nach dem Zoologen, Glaziologen und Rassentheoretiker Louis Agassiz sind Plätze, Strassen und ein Berg benannt. Hans Fässler versucht seit Jahren, den Namen des Rassisten daraus verschwinden zu lassen. In Neuenburg nun mit Erfolg.
Bruno Knellwolf

Rassismus  Seit Jahren kämpft der St. Galler Historiker Hans Fässler gegen die postmortalen Würdigungen des Wissenschafters, Glaziologen und Rassentheoretikers Louis Agassiz nach dem Plätze, Strassen, Schulen und ein Berg benannt worden sind. Nicht immer mit Erfolg: Eine Petition, das Agassizhorn umzubenennen, scheiterte im Jahr 2010. Auch der Antrag, den 1807 im freiburgischen Motier geborenen Agassiz wegen seines rassistischen Denkens die Ehrenbürgerschaft des Schweizerischen Alpenclubs abzuerkennen, wurde vor zwei Jahren abgelehnt.

Nach der ersten dunkelhäutigen Nationalrätin

Heute kann Hans Fässler nach einem 15-jährigen Kampf einen Erfolg feiern. In Neuenburg wird der «Espace Louis Agassiz» umbenannt. «Das ist weltweit erst die dritte Umbenennung», sagt Hans Fässler. In den USA wurde zum Beispiel eine Agassiz-Schule umgetauft.

Fässler freut sich dabei besonders, dass der Agassiz-Platz in Neuchatel den Namen der ersten dunkelhäutigen Nationalrätin der Schweiz erhält. Die 2008 verstorbenen Neuenburgerin Tilo Frey, Tochter eines Schweizer ETH-Ingenieurs und einer Mutter aus Kamerun, schaffte es nach der Einführung des Frauenwahlrechts 1971 auf der FDP-Liste ins Parlament.

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