1001 Spielideen

Lesbar Sachbuch Ende September ist die Zeit gekommen für ausgiebige Marktspaziergänge, zum Kastaniensammeln, zum Basteln und Spielen mit den Schätzen aus dem Wald – und dann kommen sie wieder, die nebelverhangenen, verregneten Nachmittage, wie gemacht für Faltspiele, Ratespiele,

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Lesbar Sachbuch

Ende September ist die Zeit gekommen für ausgiebige Marktspaziergänge, zum Kastaniensammeln, zum Basteln und Spielen mit den Schätzen aus dem Wald – und dann kommen sie wieder, die nebelverhangenen, verregneten Nachmittage, wie gemacht für Faltspiele, Ratespiele, für ausgiebiges Stöbern in der Kleidertruhe und Maskeraden.

Damit Grossen und Kleinen beim Spielen die Ideen nicht allzu schnell ausgehen, hat Spielpädagogin Susanne Stöcklin-Meier die schönsten Anregungen aus einer Reihe ihrer Bücher zusammengestellt, für Eltern noch ergänzt mit knapp gefassten Gedanken zur Bedeutung und Nachhaltigkeit einzelner Spielformen. Denn Spielen mag im Wesen zweckfrei sein – unnütz ist es natürlich keineswegs! So fördert beispielsweise Falten die Ausdauer und motorische Geschicklichkeit, die Auge-Hand-Koordination,

den Sinn für exaktes Arbeiten, die Lust auf Wiederholung: lauter «Kompetenzen», die spielend schlau machen. Patrick Lenz hat den Sammelband in leuchtenden Farben lebendig und anschaulich illustriert – da ist das Nachspielen, das Falten und Knoten mit Tüchern ein Kinderspiel.

Susanne Stöcklin-Meier: Spielen, Bewegen, Selbermachen… und zusammen lachen. Atlantis Verlag, Zürich 2010, Fr. 29.80

Stärkende Mahlzeit

Zu dick, zu dünn, zu wählerisch, zu zappelig, zu faul zum Tischdecken: Suppenkasper und seine Geschwister können es ihren Eltern selten recht machen am Familientisch. Dabei haben die Probleme selten mit dem Essen zu tun, das auf dem Teller liegt, weiss der dänische Familiencoach (und Gourmet) Jesper Juul.

«Sie sind vielmehr ein Indiz dafür, wie sich jedes einzelne Familienmitglied fühlt und was das Stimmungsbarometer beim Zusammensein anzeigt.» Gerade deshalb, so Juul, solle man das Erziehen am Esstisch lieber bleiben lassen – und stattdessen auf Genuss setzen, auf Sinnlichkeit, Ästhetik und Fürsorge. Vor allem aber: Viel Zeit einplanen für die gemeinsame Zubereitung guten Essens, für einen schön gedeckten Tisch und ein gedeihliches Gesprächsklima.

Jesper Juul: Was gibt's heute? Gemeinsam essen macht Familie stark. Beltz Verlag, Weinheim 2010, Fr. 15.90

Bettina Kugler