Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Zwölf Gedichte für Gambe

Hörbar Barock

picture-1933007778-accessid-515997.jpg

Georg Philipp Telemann

Fantasias for viola da gamba. Glossa

Lange galten Telemanns zwölf Fantasien für Gambe verschollen, erst 2015 sind sie wiederentdeckt worden. Paolo Pandolfo legt nun eine neue Gesamteinspielung der solistischen Gambenmusik Telemanns vor. Hinzu kommt die D-Dur-Sonate aus dem «Getreuen Music Meister». Telemann gab die Gambenfantasien im Selbstverlag 1735 heraus; zuvor waren je zwölf Fantasien für Traverso und für Violine erschienen. Ähnlich diesen Sammlungen bilden die Gambenfantasien ein Kompendium der Kompositionsformen des Barock. Alle Ausdrucksmöglichkeiten des noblen Streichinstruments von dunkelmelancholisch silbrigem Klang werden ausgekostet. Pandolfo zeigt vorzüglich Esprit und Gelehrsamkeit der überwiegend dreisätzigen Stücke. Er präsentiert die Gamben-Pièces mit fantasievoller Dreingabe gambentypischer Improvisation und Verzierung. Ganz im Geist der grossen Gambisten des 18. Jahrhunderts entstehen hier gleichsam zwölf Gedichte für Gambe in kunstvoller Rhetorik und mit elegischer Ausdruckstiefe. In der Sonate singt Pandolfos Gambe tatsächlich ein «Recitativo».

picture-1933008121-accessid-515998.jpg

Gamba Concertos

Thomas Fritzsch, Merseburger Hofmusik. ­Coviello

Sammlungsschätze

Gambenvirtuose Thomas Fritzsch und die Merseburger Hofmusik unter Michael Schönheit (Hammerklavier) öffnen auf ihrer jüngsten CD mit Gambenkonzerten die Schatztruhe zweier Musiksammlungen des 18. Jahrhunderts und finden bislang unbekanntes Repertoire. Einmal Stücke der Sammlung des preussischen Gesandten in London, Graf Maltzan, der selbst das Gambenspiel pflegte und dessen edles Instrument auf der Einspielung zu hören ist. Zum anderen Werke aus der Musikbibliothek Eleonore von Münsters, einer trefflichen Gambenspielerin. Ihr verdanken wir die Überlieferung der Telemann-Gamben-Fantasien. Zwar sind bei dieser Auswahl keine ganz gewichtigen Kompositionen zu finden; die bekanntesten Komponisten sind die Wahllondoner Carl Friedrich Abel, genannt «der letzte Gambist», und Johann Christian Bach. Dazu gesellen sich Konzerte von Graf zu Hardeck, Anton Raetzel und Anton Milling. Thomas Fritzsch spielt äusserst feinsinnig, und die Merseburger Hofmusik trifft den federnd leichten, charmanten Konversationston dieser aristokratischen Abendunterhaltungen.

Hans-Jürgen Becker

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.