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Zwei Thurgauer Künstler inszenieren ein Wunderkammerspiel mit Hase und Hirsch

Herbert Kopainig und René Schmalz sind schon lange befreundet, doch erst jetzt erarbeiten sie zusammen eine Performance: Als Duo «Wundersam und Schmalz» wurden sie für ihr gemeinsames Projekt «Matrix Mensa» ausgezeichnet.
Laura Widmer
Herbert Kopainig (Hase) und René Schmalz (Hirsch): Die beiden Thurgauer Künstler haben als Duo «Wundersam und Schmalz» einen Werkbeitrag des Kantons St.Gallen erhalten. (Bild: Andrea Stalder)

Herbert Kopainig (Hase) und René Schmalz (Hirsch): Die beiden Thurgauer Künstler haben als Duo «Wundersam und Schmalz» einen Werkbeitrag des Kantons St.Gallen erhalten. (Bild: Andrea Stalder)

Zum Gespräch erscheinen René Schmalz und Herbert Kopainig mit Masken. Die sollen mit aufs Foto. Die Masken «Lepus» und «Cervus» sind aus ihrer Performance «Matrix Mensa» – im Trösch-Café in Kreuzlingen, zwischen Stimmengewirr, Lachen und Handy-Videos, fallen sie auf.

Das Künstlerduo René Schmalz und Herbert Kopainig ist schon lange befreundet. «Matrix Mensa», ihr «Wunderkammerspiel» wie sie es nennen, ist ihr erstes gemeinsames Projekt. Und stelle somit auch ein Risiko dar:

«Jeder hat seine eigene Sprache. Bei der Zusammenarbeit müssen wir uns aufeinander einlassen.»

Schmalz, 62, und Kopainig, 67, sind sonst meist als Solisten unterwegs, es brauche deshalb eine gewisse Offenheit, um mit der Arbeitsweise des anderen umgehen zu können. «Wir haben aber immer wieder einen Bogen gefunden.»

Viel skizzieren und schreiben zur Vorbereitung

Unter dem Namen «Wundersam und Schmalz» entwickelte das Duo das Projekt «Matrix Mensa». Eine installative Performance, in dessen Zentrum eine gedeckte Tafel steht. Auf ihr Schüsseln, Salz, Phosphor, Kohlen, Brot und Wein, und «Steine im Schafspelz». Matrix Mensa zeige den Ursprung und die Zukunft der menschlichen Biografie, sagen die Künstler. Der Vergleich zwischen Biografie und Schöpfungsevolution ist ein Thema, das Herbert Kopainig in seinem Schaffen – er verbindet Malerei, Zeichnungen, Fotografie, Installationen, Video – immer wieder umkreist.

Die Köpfe hinter den Masken: Herbert Kopainig (links) und René Schmalz. (Bild: Andrea Stalder)

Die Köpfe hinter den Masken: Herbert Kopainig (links) und René Schmalz. (Bild: Andrea Stalder)

In «Matrix Mensa» verbinden die Künstler Tanz-Performance mit Musik- und Geräusch-Assoziationen. Ein Auszug daraus ist ab dem 27. Oktober in der Kunsthalle Arbon im Rahmen der Werkschau Thurgau zu sehen. Es ist eine aufwendige Arbeit, die sie im vergangenen Jahr begannen.

Herbert Kopainig arbeitet nach künstlerischem Konzept und vergleicht es mit der Architektur, bei der ein Haus nur mit Bauplan stabil werde. Der Tänzer und Performer René Schmalz sagt hingegen: «Ich muss viel skizzieren und schreiben, um mich vorzubereiten. Doch es gibt einen Punkt, wo ich alles vergessen und mich auf die körperliche Präsenz konzentrieren muss.»

Vor kurzem haben «Wundersam und Schmalz» einen Werkbeitrag des Kantons St.Gallen erhalten. Eine freudige Überraschung für die beiden Künstler, die mittlerweile in Gottlieben und Diessenhofen leben. Für «Matrix Mensa» sind sie auf der Suche nach weiteren Spielorten.

Hinweis: Kunsthalle Arbon, 27.10. bis 17.11.2019, matrixmensa.ch

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