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Zurich Film Festival lanciert grosse Herbstfilme

Vom 27. September bis 7. Oktober steht Zürich zum 14. Mal im Zeichen des Films. Mit 7,3 Millionen Franken bleibt das Festival im Rahmen der letztjährigen Ausgabe. Eine stattliche Zahl von Filmstars kommt nach Zürich.
Mirjam Lenz/SDA
Der Schauspieler Donald Sutherland wird am Zurich Film Festival für sein Lebenswerk geehrt. (Bild: Mike Nelson/EPA)

Der Schauspieler Donald Sutherland wird am Zurich Film Festival für sein Lebenswerk geehrt. (Bild: Mike Nelson/EPA)

Das Zurich Film Festival (ZFF) sorgt zu Gunsten künftiger Ausgaben für mehr Transparenz gegenüber dem Bundesamt für Kultur (BAK). Erst im vergan­genen Frühjahr hatte das BAK ­bekanntgegeben, dem ZFF künftig aufgrund mangelhafter Einsicht in die Geschäftszahlen keine Subventionen mehr auszahlen zu wollen. Darauf reagierte das Festival mit strukturellen Veränderungen und mehr Transparenz. Wie Nadja Schildknecht, die das Filmfestival zusammen mit Karl Spoerri leitet, an der Medienkonferenz vom Donnerstag bekanntgab, habe das BAK positiv auf die Bemühungen reagiert. Es sollte also möglich sein, die Leistungsvereinbarungen «für die Jahre 2019 und 2020 auszuarbeiten und voraussichtlich per Ende 2018 zu finalisieren».

Auch «A Star ist Born» mit Lady Gaga wird gezeigt

Für die diesjährige Ausgabe haben die ZFF-Organisatoren, die mit rund 90000 bis 100000 Besuchern rechnen, Verträge ­optimiert und zusätzliche Sponsoren gewonnen. Das ZFF will sich dieses Jahr noch stärker als Plattform für die Lancierung der grossen Herbstfilme im deutschsprachigen Europa präsentieren. Entsprechend vereint es in seinem Programm praktisch alle ­relevanten Titel der kommenden Award Season, darunter «A Star Is Born» mit Bradley Cooper und Lady Gaga. Die Neuverfilmung des gleichnamigen Klassikers um einen Country-Star und eine an sich zweifelnde Sängerin feierte am diesjährigen Filmfestival in Venedig seine Weltpremiere. Ein grosser Teil der programmierten Filme dreht sich um Jugendliche und disfunktionale Familien. Auch viel diskutierte Themen wie Politik und Gesellschaft stehen im Mittelpunkt. «So sind Filme zur aktuellen Weltpolitik zwischen Russland und Amerika ­genauso auffallend häufig vertreten wie Werke über starke Frauen, die Emanzipation und den Umgang mit sexuellen Übergriffen nicht aus einer Opferhaltung heraus thematisieren», sagte Co-Direktor Spoerri.

Mehrere Filmstars haben in Zürich Auftritte

Wie immer wartet das Zurich Film Festival mit einem attraktiven Rahmenprogramm auf. Im Rahmen der ZFF Masters wird neben Regisseur und «A Tribute to …»-Award-Gewinner Wim Wenders oder dem für sein Lebenswerk geehrten Schauspieler Donald Sutherland auch der Künstler und Filmemacher Julian Schnabel erwartet. Das ZFF vergibt dieses Jahr zudem zum ersten Mal ein Goldenes Auge für die beste Serie. Am 14. Zurich Film Festival, das am 27. September in Anwesenheit von Bundesrat Ueli Maurer startet, werden während elf Tagen die neusten Filme aus 48 Ländern gezeigt. Unter den 162 Produktionen sind 42 Erstlingswerke, 12 Weltpremieren, 16 Schweizer Filme und 2 Retrospektiven; diese Anzahl bewegt sich in einem ähnlichen Rahmen wie im vergangenen Jahr.

Als Eröffnungsfilm wird «Green Book» gezeigt. Hauptdarsteller Viggo Mortensen und Regisseur Peter Farrelly stellen den Streifen um Türsteher Tony Lip, der einen schwarzen Jazz-Musiker in den 1960er-Jahren von New York in die Südstaaten chauffiert, in seiner Europapremiere persönlich vor. Wie schon im Vorfeld der Pressekonferenz bekanntgegeben, werden ausserdem internationale Promis wie die britische Schauspielerin Judi Dench oder Hollywoodstar und Musiker Johnny Depp über den Grünen Teppich schreiten. Mit Max Hubacher, der im Film «Der Läufer» die Hauptrolle spielt, Joel Basman («Wolkenbruch») oder Sabine Timoteo («Crono­fobia», «Matti und Sami und die drei grössten Fehler des Universums») werden auch heimische Filmgrössen persönlich anreisen.

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