Zum Rheinfall und auf eine Schaffhauser Alp

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Laura Aguilar, Ueli Radmann: Schaffhausen, Bergverlag Rother 2017, 208 S., Fr. 21.90

Dieser handliche Führer beweist, welch prächtiges und vielfältiges Wandergebiet der gern vergessene Kanton nördlich des Rheins ist. Schaffhausen liege im Schnittpunkt der wichtigen Naturräume Schwarzwald, Jura, Bodensee, Hegau und Schwäbische Alb – und habe von all diesen etwas, schreiben die Autoren. Sie schlagen sechzig Routen vor, die zu den Top-Destinationen wie Rheinfall und Stein am Rhein führen, aber auch durch unbekannte Tälchen. Und sogar auf eine richtige Alp, die Alp Babental bei Schleitheim auf gerade 600 Metern Höhe. Anregend bebildert, sorgfältig beschrieben und mit präzisem Serviceteil. Wie man es sich von diesem Verlag gewohnt ist.

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Marc Turrel: Tagebuch der Anden, AS Verlag 2016, 192 S., Fr. 59.–

Eine Appenzellerin in den Anden

«Man wird jeden Tag fauler und brauner. Wie wird das noch werden?» So beschreibt Dorly Marmillod, geborene Eisenhut und aus Trogen stammend, in einer Postkarte an ihre Mutter den Alltag an Bord der «Oceania». Die junge Frau ist mit ihrem Mann Frédéric Marmillod 1938 auf dem Weg nach Südamerika. Dort gibt es bald Antworten auf die ironisch-bange Frage. Das Paar wird alles andere als fauler, sondern beginnt, die höchsten Berge der Anden zu erobern. Auf manchem Gipfel ist sie die erste Frau überhaupt, sie wird zu einer der wichtigen Figuren in der Geschichte des Frauenbergsteigens. Marc Turrel zeichnet anhand von Briefen und Tagebüchern das spannende Leben des Bergsteigerpaares nach und dokumentiert so auch ein Kapitel Bergsteigergeschichte im 20. Jahrhundert. Historische Fotos und Karten machen das Buch zu einem wunderbaren Bildband über die Anden.

Beda Hanimann

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