Zu Hause ist's am schönsten

Es hat sich etabliert, das «Heimspiel» in der Kellerbühne – nicht zu verwechseln mit dem in der bildenden Kunst. Matthias Peter hat wiederum eine Anzahl Künstlerinnen und Künstler mit lokalem Bezug eingeladen. Am kommenden Montag geht's los.

Drucken
Liedermacher und Gitarrist Olifr M. Guz ist beim «Heimspiel» dabei. (Bild: Adrian Elsener)

Liedermacher und Gitarrist Olifr M. Guz ist beim «Heimspiel» dabei. (Bild: Adrian Elsener)

Der Leiter der Kellerbühnen, Matthias Peter, sieht sein «Heimspiel», das vom kommenden Montag bis zum 3. Mai dauert und insgesamt sechs Veranstaltungen mit wechselnden Bühnenkünstlern im Programm hat, als ein kleines Festival im Bereich der Kleinkunst; eine Auszeichnung auch für Künstlerinnen und Künstler mit lokalem Bezug, die ihre Produktionen bei ihm eingereicht haben. Sie alle passen aus programmtechnischen Gründen nicht ins reguläre Programm.

Vielfältig und bunt

Den Anfang macht am kommenden Montag (28. 4.) Peter Maurer mit seinen satirischen Maschinen. Der Kunsthandwerker und Musiker verfolge mit seinen Figuren- und Musikmaschinen frevelnd und aufrüttelnd satirisch-kabarettistische Zwecke, heisst es in der Vorankündigung. Mit dabei sind nicht zum ersten Mal Renato Kaiser und Enrico Lenzin (29. 4.), die als Slammer und Drummer zusammenspannen und unter dem Titel «Integrational» einen Abend bieten für «Schweizer, Deutsche, Ostschweizer, Löwenzähne und andere Randgruppen».

Der in St. Gallen aufgewachsene «Giigämaa» Matthias Lincke erweckt mit Dide Marfurt, Simon Dettwiler sowie der Jodlerin und Instrumentalistin Christine Lauterburg traditionelle Musik zu neuem Leben. Jedes Mitglied der Landstreichmusik (30. 4.) repräsentiert dabei ein wesentliches Element der Schweizer Musiktradition.

Am 1. Mai wird das Stück «Schiffbruch» der jungen Dramatikerin Rebecca C. Schnyder zu sehen sein. Die Uraufführung fand am Karfreitag in der Alten Stuhlfabrik in Herisau statt.

Der Liedermacher und Gitarrist Olifr M. Guz, der in früheren Jahren mit wechselnden Bands, darunter mit den Aeronauten unterwegs war, und die CDs von Manuel Stahlberger aufnimmt, folgt am 2. Mai. Singend, musizierend und Geschichten erzählend, zeigt er sein erstes Soloprogramm «Der beste Freund des Menschen». Von der künstlerischen Ausrichtung her dürften mehrere der Auftretenden auch gut ins Programm des Palace passen. Dieser Paradigmenwechsel sei nicht ganz unbeabsichtigt, bestätigt Matthias Peter, hofft er doch, mit «Heimspiel» auch das Palace-Publikum in den Keller locken zu können.

Vorlage von Daniela Janjic

Am 3. Mai hat bereits zum dritten Mal die freie Theatergruppe Frads (Frühstück auf der Szene) einen Gastauftritt am «Heimspiel». Diesmal mit «Wurzelzeit» der Schweizer Autorin Daniela Janjic, einem Stück über Sinn und Unsinn im gesellschaftlichen Umgang mit Brauchtum und immateriellem Kulturerbe.

Dabei treffen sich eine Kulturbeauftragte, ein Musiker, eine Sozialanthropologin und ein Unternehmer in einer abgelegenen Berghütte, «um das sagenumwobene Ritual» durchzuführen. Doch es kommt dann alles anders als geplant. (bsg)

Vollständiges Programm und Res. unter www.kellerbuehne.ch

Aktuelle Nachrichten