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Jugendorchester Thurgau: Zehn Jahre spanische Leidenschaft

Gabriel Estarellas Pascual hat das seit über fünfzig Jahren bestehende Jugendorchester Thurgau zum sinfonischen Klangkörper ausgebaut. In drei Konzerten feiert der gebürtige Mallorquiner ein erstes Jubiläum, macht sich aber auch Sorgen um den Nachwuchs.
Martin Preisser
Dirigent Gabriel Estarellas Pas­cual bei einer Probe. (Bild: Urs Bucher)

Dirigent Gabriel Estarellas Pas­cual bei einer Probe. (Bild: Urs Bucher)

Zehn Jahre ist es schon wieder her, dass Martin Sigrist, der Gründer des Jugendorchesters Thurgau (es hiess damals Jugendorchester Oberthurgau) in Pension ging. Dies nach einer sehr ­erfolgreichen, über vierzig Jahre dauernden, vielfach preisgekrönten Zeit. Die Konzerte mit dem Dirigenten, dessen äusserliches Markenzeichen das Tragen von Röcken war, waren Jahrzehnte ­feste Anziehungspunkte im Ostschweizer Kulturleben.

Einen Nachfolger für den charismatischen Musiker konnte man sich damals kaum vorstellen. Und doch ist der mallorquinische Geiger Gabriel Estarellas Pascual überzeugend in die Fussstapfen seines Vorgängers getreten. Zehn Jahre spanisches Temperament und südliche Leidenschaft prägen die Zeit seines Engagements.

Der Dirigent, der auch den Orchesterverein Zürich leitet, hat das ehemalige Streicherorchester zu einem sinfonischen Klangkörper umgeformt. Die Zahl von dreissig jugendlichen Musizierenden ist inzwischen auf sechzig gewachsen. Gabriel Estarellas Pascual hat bewiesen, dass quasi professionelles sinfonisches Musizieren mit Jugendlichen auch im Thurgau möglich ist.

Das Orchester von Martin ­Sigrist zu übernehmen sei damals «ein Sprung ins Wasser gewesen», der sich aber gelohnt habe. Der Verein des Jugendorchesters hat den Dirigenten in einem ­internen Interview über seine ­Arbeit befragt. Die Energie und die Begeisterung der Jugendlichen, ihre Unvoreingenommenheit und Flexibilität würden ihn beflügeln, sagt der in Amriswil ­lebende Musiker. Gabriel Estarellas Pascual gilt als begeisternder, motivierender Dirigent, der aber auch Höchstleistungen fordert. Mit dem Jugendorchester Thurgau hat er sich vor einiger Zeit in den grossen sinfonischen Bereich gewagt.

Zum zehnjährigen Dirigier­jubiläum steht nichts Anspruchsvolleres als Tschaikowskys fünfte Sinfonie auf dem Programm sowie das Cellokonzert von Dvorák mit dem bekannten Schweizer Solisten Thomas Grossenbacher. Um den Nachwuchs macht sich der Spanier Sorgen. Das sei ein schwieriges Thema, sagt er und beklagt hierbei die mangelnde Unterstützung und Zusammenarbeit mit den Musikschulen und Musiklehrern im Thurgau.

Konzerte

So, 9.9., 17 Uhr, Kulturzentrum Presswerk, Arbon; Sa, 15.9., 19.30 Uhr, Tonhalle, St.Gallen; So, 16.9., 17 Uhr, ev. Stadtkirche, Frauenfeld

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