Wolfgang Herrndorfs letzte Fahrt

Im rostigen Lada Richtung Walachei: Mit seinem Abenteuerroman «Tschick» stand Wolfgang Herrndorf wochenlang auf den Bestsellerlisten. Am Montag ist der Berliner Autor, der an einem unheilbaren Gehirntumor litt, mit 48 Jahren gestorben.

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Im rostigen Lada Richtung Walachei: Mit seinem Abenteuerroman «Tschick» stand Wolfgang Herrndorf wochenlang auf den Bestsellerlisten. Am Montag ist der Berliner Autor, der an einem unheilbaren Gehirntumor litt, mit 48 Jahren gestorben. Als er im vergangenen Jahr den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt, konnte er die Auszeichnung schon nicht mehr selbst entgegennehmen. Durch einen Freund liess er ein afrikanisches Sprichwort übermitteln: «Die Sonne geht immer hinter der Düne unter, die Dir gerade am nächsten ist.«

2010 hatte Herrndorf mit «Tschick» den Überraschungserfolg des Jahres gelandet. Die Fahrt der beiden Freunde Maik und Andrej quer durch Ostdeutschland rührte viele Leser ans Herz. «Ein grossartiges Buch, egal, ob man nun dreizehn, dreissig oder gefühlte dreihundert ist», befand die «Frankfurter Allgemeine». (sda)