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Lesetipps Krimi: Tote in der Bretagne und Morde ohne Motiv

Zwei süffige Kriminalromane, ideal für die Strandferien.
Michael Graber/Arno Renggli
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Wissenschafter
werden weniger

Pünktlich zum Ferienbeginn meldet sich Kommissar Dupin wieder zum Dienst. Der leicht verschrobene Polizist, der einst aus Paris in die Bretagne zwangsversetzt wurde, muss sich dieses Mal mit allerlei Sagenhaftem herumschlagen. Eine Gruppe Wissenschafter, die sich mit der Legende um König Artus beschäftigen, wird während ihres Aufenthalts bei den Bretonen von einem Mörder dezimiert. Nach und nach werden die Wissenschafter weniger, und es wird immer klarer, dass die Morde etwas mit der Artus-Legende zu tun haben.

Dementsprechend sind die Ermittlungen gewürzt mit allerlei Ausflügen in die Artus-Welt. So bekommt der eigentlich rasant erzählte Fall doch einige Längen. Es wird auch wiederum viel gegessen und getrunken – diesmal sogar zu komplett überraschenden Tageszeiten. So gönnt sich Dupin einmal zum Frühstück ein Entrecôte. «Bretonische Geheimnisse» ist jetzt sicherlich nicht unbedingt das Filetstück im Schaffen von Jean-Luc Bannalec (ein Pseudonym), aber immerhin luftig-leicht und ideal für die Strandferien.

Jean-Luc Bannalec: Bretonische Geheimnisse. Kiepenheuer & Witsch, 400 S., Fr. 24.–

Ist der Patient der als Kind verschollene Bruder?

Die Österreicherin Ursula Poznanski und der Deutsche Arno Strobel spannen zum dritten Mal als Krimiautoren zusammen. Passend dazu haben sie einen weiblichen und einen männlichen Fahnder, die abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven erzählen, was interessant ist. Zumal es zwischen den beiden auch eine Beziehungsdynamik gibt. Etwas dick aufgetragen ist die Story: Grausame Morde werden verübt von Leuten, die kein sinnvolles Motiv haben und von einem unerklärlichen Hass auf das jeweilige Opfer getrieben worden sind. Offenbar gelingt es einem verborgenen Strippenzieher, Menschen derart zu manipulieren, dass sie sogar töten.

Punkto psychologische Glaubwürdigkeit, die auch durch den Einbezug des aktuellen Themas Big Data nicht grösser wird, muss man Toleranz walten lassen. Gelingt einem das, ist der Thriller temporeich und unterhaltsam, was auch am Innenleben der Protagonisten und ihrem Wechselspiel liegt. Die hinterlegte Kritik an den Auswüchsen des Internets ist hingegen etwas gar plakativ.

Ursula Poznanski/Arno Strobel: Invisible. Wunderlich, 366 S., Fr. 24.–

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