"Wir werden ihn alle vermissen"

Die Musikwelt trauert um einen ihrer grössten Sänger. Joe Cocker, für seine Reibeisenstimme bekannt, ist tot. Ein "toller Kerl", "wir werden dich immer vermissen", zollen Kollegen Tribut.

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"Einer der besten Rocksänger aller Zeiten": Joe Cocker in einer Aufnahme von 2010. (Bild: Keystone)

"Einer der besten Rocksänger aller Zeiten": Joe Cocker in einer Aufnahme von 2010. (Bild: Keystone)

Der Tod des britischen Blues- und Rockstars Joe Cocker mit 70 Jahren hat die Musikwelt erschüttert. "Ich habe Joe Cocker geliebt", schrieb etwa Sängerin Bette Midler beim Kurznachrichtendienst Twitter. Sie habe ihn oft auf der Bühne erlebt, jedes Mal sei sie von seiner Stimme und seiner Seele erstaunt gewesen.

Nach einer Mitteilung auf der Internetseite des Sängers war Cocker am Montag an Lungenkrebs gestorben. Er lebte zuletzt auf einer abgeschiedenen Ranch im US-Bundesstaat Colorado.

Der aus dem britischen Sheffield stammende Cocker war einer der herausragenden Blues- und Rockmusiker seiner Generation. Bekannt war er für seine Reibeisenstimme und seine eigenwillige Körpersprache auf der Bühne. Erst vor kurzem hatte die Musiklegende ein neues Album für das kommende Jahr angekündigt.


"Wir haben dich ewig geliebt"
"Joe wird in den Herzen von Millionen Fans rund um den Globus weiterleben", schrieb Edgar Berger, Vorsitzender von Sony Music Entertainment. Er hatte Cocker bei der Plattenfirma unter Vertrag genommen.

Neben Bette Midler zeigten sich weitere Kollegen bestürzt. "Ruhe in Frieden, mein guter Freund", schrieb der kanadische Musiker Bryan Adams bei Twitter. "Du warst einer der besten Rocksänger aller Zeiten." In einem Tweet von US-Sänger Steven Tyler hiess es: "Wir haben Dich ewig geliebt, wir werden Dich immer vermissen". Ex-Beatle Ringo Starr trauerte ebenfalls: "Goodbye und Gottes Segen für Joe Cocker von einem seiner Freunde. Friede und Liebe".

Zu den bekanntesten Liedern des am 20. Mai 1944 geborenen Cockers zählte das Beatles-Cover "With A Little Help From My Friends". Weltberühmt machte ihn sein Auftritt mit zotteligen Haaren und verschwitzem T-Shirt beim Woodstock-Festival 1969.

So wird er unvergessen bleiben: Joe Cocker beim Jazzfestival von Montreux im Jahr 2002. (Bild: Keystone)
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Joe Cocker bei seinem Auftritt am Arboner Summerdays-Festival im August 2013. (Bild: Donato Caspari)
Legendärer Auftritt: Joe Cocker beim Woodstock-Festival im Jahr 1969. Die für ihn so typische Gestik ist schon deutlich erkennbar. (Bild: Keystone)
Im Jahr 2002 sang Joe Cocker bei einem Konzert für die Queen - das Bild entstand backstage im Buckingham-Palast. (Bild: Keystone)
Hemdsärmel rauf: Joe Cocker war ein bodenständiger Musiker. (Bild: Keystone)
Joe Cocker war jahrelang Alkoholiker. In der Show "Wetten, dass...?" trank er im Jahr 2010 eine Mass mit Fussballer Arjen Robben vom FC Bayern München. (Bild: Keystone)
Legenden unter sich: Joe Cocker mit Bernard Thurnheer in dessen letzter Sendung "Benissimo" am 1. Dezember 2012. (Bild: Keystone)
Mit Herz und Seele Sänger: Joe Cocker bei einem Auftritt im Sommer 2011 in Hamburg. (Bild: Keystone)
Joe Cocker erhielt auch die Goldene Kamera für sein Lebenswerk. (Bild: Keystone)
Bereits im Jahr 2002 war Joe Cocker bei "Wetten, dass...?" zu Gast gewesen. (Bild: Keystone)
Mit Jennifer Warnes interpretierte Joe Cocker Anfang der 80er-Jahre "Up Where We Belong" - ein Riesenhit. (Bild: Keystone)
Im Jahr 2000 liess sich Joe Cocker im Central Park in New York ablichten. (Bild: Keystone)

So wird er unvergessen bleiben: Joe Cocker beim Jazzfestival von Montreux im Jahr 2002. (Bild: Keystone)

Dank seiner Frau das Leben geändert
Nach dem Aufstieg zum Weltstar stürzte der gelernte Gasinstallateur aber zunächst tief ab. Jahrelang fiel er mit Drogen- und Alkoholexzessen auf. Erst seine Frau Pam Baker habe ihm geholfen, sein Leben zu ändern, sagte Cocker später.

Mit seinem Comeback in den 1980er Jahren landete Cocker Hits wie "When The Night Comes" und das Duett "Up Where We Belong" mit Jennifer Warnes, für das er 1983 einen Grammy Award bekam. (sda)