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William Grant Still: Blues auf höchstem Niveau

Er war der erste Afroamerikaner, dessen Sinfonie von einem bedeutenden Orchester uraufgeführt wurde. Das New York Philharmonic Orchestra spielte die 1930 entstandene «Afro-American Symphony» von William Grant Still (1895–1978) in der Carnegie Hall.
Hermann Ostendarp (Bild: Hanspeter Schiess)

Hermann Ostendarp (Bild: Hanspeter Schiess)

Er war der erste Afroamerikaner, dessen Sinfonie von einem bedeutenden Orchester uraufgeführt wurde. Das New York Philharmonic Orchestra spielte die 1930 entstandene «Afro-American Symphony» von William Grant Still (1895–1978) in der Carnegie Hall. Für einen Komponisten, der als Doyen der afroamerikanischen Komponisten gilt, damals ein aussergewöhnlicher Erfolg. Der Komponist schrieb ein begeisterndes, farbenreiches Werk und schrieb selbst über seine erste Sinfonie, die ihn berühmt machen sollte: «Ich wusste, dass es ein amerikanisches Werk sein sollte. Ich wollte zeigen, dass der Blues, der so oft als schlichte Ausdrucksform angesehen wird, auf höchstes musikalisches Niveau gehoben werden kann.» Genau diese Symbiose aus Blues, Jazz und sinfonischer Tradition begeistert auch Hermann Ostendarp, Dirigent des Wattwiler Jugendorchesters «Il mosaico».

Lanze für Amerika

Er hat das auch rhythmisch anspruchsvolle Werk mit den Jugendlichen einstudiert und bricht damit eine Lanze für amerikanische Musik, die im europäischen Konzertleben immer noch viel zu wenig präsent ist.

Stills erste Sinfonie in vier Sätzen nimmt auch Bezug auf Verse von Paul Lawrence Dunbar. Das Werk drückt afroamerikanische Spiritualität und den Wunsch nach Erlösung von der Unterdrückung aus. Das lohnende Konzert präsentiert dazu passend Dvoráks herrliches Cellokonzert mit der jungen aufstrebenden Schweizer Cellistin Chiara Enderle. Beethovens Egmont-Ouverture rundet das spannende Programm ab. (map)

Sa, 2.4., 20 Uhr, evang. Kirche, Wattwil; So, 3.4., 19 Uhr, Tonhalle, St. Gallen (Eintritt frei, Kollekte)

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