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Hörbar Jazz: Alte und neue Träume

Zwei Alben huldigen ihren musikalischen Vorgängern, dem Saxofonisten Dewey Redman und den Beach Boys.
Tom Gsteiger

Wie der Vater, so der Sohn

Das Quartett Old & New Dreams, zu dem der Saxofonist Dewey Redman, der Trompeter Don Cherry, der Bassist Charlie Haden und der Schlagzeuger Ed Blackwell gehörten, zählt zweifellos zu den legendären Gruppen des Jazz: Die Alben dieser Band, die auf den Spuren Ornette Colemans wandelte, bilden ein enorm substanzielles Œuvre. Nun präsentiert Dewey Redmans Sohn Joshua eine Hommage an Old & New Dreams, die auf beglückende Weise zwischen Mimikry und Metamorphose oszilliert. Mit Ron Miles (Trompete), Scott Colley (Bass) und Brian Blade (Schlagzeug) hat sich Redman hervorragende Improvisatoren an seine Seite geholt, die sich intensiv mit dem Schaffen ihrer Vorläufer befasst haben – wie zum Beispiel Miles die melismatisch-freigeistige Spielweise Cherrys transzendiert, ist atemberaubend. Das Repertoire besteht vornhemlich aus neuen Stücken Redmans und Colleys – dazu kommen «Playing» von Haden und «Comme Il Faut» von Ornette Coleman.

Joshua Redman: «Still Dreaming», Nonesuch

Auf dem Surfbrett in den Jazzkeller

Vor einem halben Jahrhundert veröffentlichten die Beach Boys das Album «Friends». Und nun kommt der geniale Pianist Brad Mehldau mit seinem epochalen Trio und verpasst dem Ohrwurm «Friends» ein paar euphorisierende und überraschende Walzerdrehungen, die einen regelrecht in einen rauschhaften Freudentaumel versetzen. Mehldau, der Bassist Larry Grenadier und der Schlagzeuger Jeff Ballard nehmen auf ihrer neuen CD nach dem sublimen Slow-Motion-Album «Blues and Ballads» wieder Fahrt auf, wobei sich Zugänglichkeit und Komplexität auf überzeugende Weise die Waage halten. Die Version des Musicalsongs «Almost Like Being in Love» ist zauberhaft, mit «De-Dah» von Elmo Hope wird an einen «Unsung Hero» des afro-amerikanischen Modern Jazz erinnert. Dazu kommen ein weiterer Popsong («Great Day» von Paul McCartney) und eine weitere Jazznummer («Beatrice» von Sam Rivers) plus drei neue Kompositionen Mehldaus: Während sich «Spiral» und «Ten Song» durch formale Extravaganz und rhythmische Vertracktheit auszeichnen, ist das Titelstück ein Walzer mit leicht tragischen Untertönen.

Brad Mehldau Trio: «Seymour Reads The Constitution!», Nonesuch

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