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«Wichtiger ist, dass uns eine Band überzeugt»

Nach dem runden Geburtstag im letzten Jahr bleibt am 11. Kulturfestival (30. Juni bis 23. Juli) fast alles wie gewohnt. Allerdings sind personelle Abgänge im Vorstand zu verkraften und wie jedes zweite Jahr beginnt der Kultursommer mit Fussball. Doch das stilistisch breite musikalische Konzertprogramm bleibt.
Andreas Stock
Kommen mit Tuareg-Blues nach St. Gallen: Tinariwen aus Mali. (Bild: pd)

Kommen mit Tuareg-Blues nach St. Gallen: Tinariwen aus Mali. (Bild: pd)

ST. GALLEN. Es sind drei gewichtige Abgänge: Philip Stuber, Felaniaina Breitenmoser und Roberto Bertozzi waren seit Beginn im fünfköpfigen OK des Kulturfestivals. Stuber zeichnete mit Lukas Hofstetter für das Programm verantwortlich. Nun sind die drei aufgrund beruflicher und persönlicher Veränderungen zurückgetreten. Ganz überraschend kam das für Hofstetter nicht, der dieses Jahr Leute gefunden hat, die die ehrenamtlichen Aufgaben übernommen haben. Wie der Vorstand künftig aussehen wird, werde man nach dem 11. Kulturfestival entscheiden. «Solche Veränderungen gehören dazu», sagt Hofstetter, der seinen drei Weggefährten für die zehn Jahre sehr dankbar ist.

Musikwelten verschmelzen

«Für das Publikum ändert sich nichts», sagt Hofstetter. Dem Erfolgsrezept will das Kulturfestival treu bleiben. Der stilistische Mix mit Weltmusik, Elektronika, Folk, Soul sowie Indie-Pop und -Rock bestimme auch das elfte Programm im Hof des Historischen und Völkerkundemuseums.

Wieder gibt es Musikerinnen und Musiker zu entdecken, die in ihrer Heimat und unter Kennern oft bekannt sind, die es aber noch grösser zu entdecken gilt. Beispielsweise Ester Rada, die ihren Soul und R 'n' B mit Ethnojazz verbindet, der von ihren äthiopischen Wurzeln geprägt ist. Die Herkunft Marokko ist im Pop und Rap der Frankfurter Sängerin Namika auch präsent. Musikwelten verschmelzen bereits zum Auftakt, den Goran Kovacevic mit dem Baro Drom Orkestar bestreitet. Überhaupt sind Balkanklänge erneut gut vertreten: mit der Balkan-Brassband Fanfare Ciocarlia und Balkan Beat Box, einer Truppe, die Klezmer, Rap und Folk mixt – «eine Truppe, die wir lange auf der Wunschliste hatten und die mit ihrem multikulturellen Stil eine typische Kulturfestival-Band ist», wie Hofstetter sagt.

Zufalls-Comeback des Rap

Die Rapmusik erlebt ein kleines Comeback am Sommerfestival. Insbesondere mit Dilated Peoples (USA), doch ebenso mit Movits! aus Schweden, die ihrem Hip-Hop jedoch viel Swing verpassen. Auch der südafrikanische Folker Jeremy Loops lässt neben Reggae Rap-Elemente einfliessen. «Das ist nur ein Zufall», sagt Hofstetter zum stärkeren Rap-Einfluss im Programm. «Das hängt vor allem damit zusammen, wer gerade auf Tour ist. Viel wichtiger ist, dass uns eine Band überzeugt. Wir sie selber unbedingt bei uns erleben wollen». Mit Friska Viljor und Other Lives sind poppige, mit Blondage elektronische Klänge zu hören. Und es gibt traditionelle Musik aus Afrika. Diesmal mit Tinariwen aus Mali, deren Tuareg-Blues als exklusives Konzert angekündigt ist – rund zwei Drittel der Konzerte seien dieses Jahr exklusive Schweizer Auftritte, betont der Festivalleiter.

Wie vertraut stimmen Auftritte von regionalen Bands auf diese Konzerte ein. Wobei die Plattentaufe von Knöppel heraussticht – es handelt sich um das Band-Projekt des St. Gallers Jack Stoiker. Den Auftakt am Kulturfestivals macht der Fussball. Im Museumshof werden die EM-Spiele in Frankreich ab dem Viertelfinal übertragen.

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