Wenn Reggae und Maloya auf Musette treffen

ST. GALLEN. Eine Weltmusik-Fusion ganz besonderer und sehr einnehmender Art ist morgen am Kulturfestival zu erleben. Dann nämlich, wenn der Reggae-Altmeister Winston McAnuff mit Akkordeonist Fixi auf der Bühne ihren eigenwilligen Mix aus jamaikanischer Musik, Afro-Beats und französischem Musette aufführen.

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Winston Mc Anuff und Fixi. (Bild: pd)

Winston Mc Anuff und Fixi. (Bild: pd)

ST. GALLEN. Eine Weltmusik-Fusion ganz besonderer und sehr einnehmender Art ist morgen am Kulturfestival zu erleben. Dann nämlich, wenn der Reggae-Altmeister Winston McAnuff mit Akkordeonist Fixi auf der Bühne ihren eigenwilligen Mix aus jamaikanischer Musik, Afro-Beats und französischem Musette aufführen.

Der französische Produzent und Akkordeonist Fixi, mit bürgerlichem Namen François Xavier Bossard, hat den auf der im Indischen Ozean liegenden Insel La Reunión einen lange verbotenen Musikstil aus dem 18. Jahrhundert wiederentdeckt. Der Maloya ist ein dem Blues verwandtes Klagelied im Sechsachteltakt; die Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen sollen ihn einst gesungen haben. Winston McAnuff, ein Veteran des jamaikanischen Reggae der 1970er-Jahre, hat sich mit Fixi der Maloya angenommen – und zusammen geben sie der lange auch verpönten Musik neuen Schwung. Zur sonoren, gefühlvollen Tenorstimme von McAnuff kommen treibende Afrobeats sowie Cumbia-Rhythmen. Und dann ist da natürlich noch das Akkordeon von Fixi, das dem Sechsachtel eine französische Eleganz mit Chanson- und Musette-Einsprengseln verleiht. Beschwingte Musik, die in die Beine geht. (red.)

Di, 14.7., 20.30 Uhr, Hof Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen

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