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Auf einen Kaffee mit Kim Lemmenmeier, Sängerin der St.Galler Elektropop-Band Ava

Das erste Mini-Album «Feel Them Listening.» ist gerade erschienen.
Urs-Peter Zwingli
Sängerin Kim Lemmenmeier war früher Barista. Bild: Urs Bucher

Sängerin Kim Lemmenmeier war früher Barista. Bild: Urs Bucher

Kim Lemmenmeier, Sängerin der St.Galler Elektropop-Band Ava, weiss viel übers Kaffeemachen: Während ihrer Ausbildung an der Hamburger Stage School für Tanz, Gesang und Schauspiel arbeitete sie nebenbei als Barista – als Barkeeperin für Kaffee. Die Kunst des Kaffeemachens – insbesondere die «Latte Art», also zu Bildern geformter Milchschaum auf dem Cappuccino – habe sie aber schnell wieder verlernt. Seit einem Jahr ist Lemmenmeier nun mit der Band Ava gemeinsam mit Schlagzeuger Andy Schwendener und Nicola Holenstein, der das Keyboard und die Effektgeräte bedient, auf Schweizer Bühnen von Goldach bis Bern unterwegs. Lemmenmeier sagt.

«Allein diesen August haben wir zehn Konzerte gespielt. Das war intensiv und hat uns als Liveband besser gemacht.»

Am Freitag kann Ava diesen mit Schweiss und viel Arbeit erspielten Groove dem heimischen Publikum präsentieren: In der St.Galler Grabenhalle tauft das Trio seine erste EP mit dem ­Titel «Feel Them Listening». Zwei Wochen haben die Musiker dafür im Studio verbracht. Vor dem Aufnehmen mussten Ava sechs ihrer zwölf Songs für die EP auswählen, «das war nicht einfach», sagt Lemmenmeier.

Einige Songs, die vorab online zu hören sind, zeigen die Stärke von Ava: atmosphärischer und zugleich tanzbarer Elektropop, getragen von Lemmenmeiers Stimme, wobei die Musik immer wieder von elektronischen Elementen gebrochen wird, bevor sie ins Kitschige abgleitet. «Auf der Bühne tönen unsere Songs zudem eine Spur rauer und akustischer», sagt die Sängerin, die weitgehend fürs Songwriting zuständig ist. Sie entwirft eine Grundmelodie und einen Text am Klavier und arbeitet nachher im Proberaum mit Holenstein und Schwendener gemeinsam daran weiter.

Die drei Musiker sind ehrgeizig und so feilt auch jeder für sich selber an den Liedern. «Insbesondere Nicola ist ein Tüftler, der sich stundenlang mit seinen Synthesizern beschäftigen kann.» Ehrgeizig ist die Band aber auch abseits der musikalischen Bühne: Ihre Webseite und die Auftritte auf Social Media wirken sehr professionell – wie auch das Video zum 2018 veröffentlichten Song «Into you». «Tatsächlich investierten wir im letzten Jahr viel Zeit in unser Marketing und die Onlinepräsenz. Lemmenmeier sagt:

Manchmal mussten wir uns gegenseitig daran erinnern, dass die Musik und die Freude daran, auf der Bühne zu stehen, das Wichtigste sind – und nicht Klicks und Likes auf Plattformen».

Sie hätten als Musiker früher teils in Bands gespielt, in denen Organisatorisches etwas untergegangen sei. «Darauf hatten wir alle keine Lust mehr, weshalb wir für Ava von Anfang an möglichst organisiert gearbeitet haben.»

Übrigens: Der Name Ava entstand, als die Band ein Wochenende in einem Appenzeller Bauernhaus verbrachte und am Abend Fondue ass: «Die drei Fonduegabeln mit je zwei Zinken ergaben den Schriftzug Ava. Und da wir alle grosse Käsefans sind, hat das einfach gepasst», sagt Lemmenmeier und lacht.

Hinweis Konzert: Fr, 20.9., 20.30 Uhr, Grabenhalle St.Gallen, mit Femi Luna und Wassily.

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