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Wenn ein Gangster namens Zahnfee kocht

Sendeplatz: Neue Serie

Mit einer Kochshow hat diese neue dänische Serie etwa so viel zu tun wie ein Mafiaboss mit Pastamachen. «Helden am Herd» ist keine knallbunte Sommer-Sitcom aus Hollywood. Die dänische Serie besticht vielmehr mit düsteren Winterbildern, einem tiefschwarzen Humor und reichlich schrägen Verlierertypen, die sich mit dem organisierten Verbrechen an­legen. Arte zeigt die ersten vier Folgen der achtteiligen Serie am Donnerstag.

Der Plot dieses nach «Borgen» und «1864» neuen Meisterwerks aus Dänemark ist originell: Thomas (Martin Buch) ist ein arbeitsloser Sommelier, der seit dem Unfalltod seiner Frau nichts mehr auf die Reihe kriegt. Zusammen mit seinem traumatisierten Sohn Niklas (Viktor Lykke Clausen) lebt der Alkoholiker in einem völlig heruntergekommenen Anwesen im Industriegebiet und verdient sich seinen kargen Lebensunterhalt mit dem gelegentlichen Verkauf von Secondhand-Kühlschränken und an­derem Schrott. Wie schlaff und ­verbraucht Thomas ist, zeigt Regisseur Henrik Ruben Genz anhand eines einprägsamen Details: Wenn er das Grab seiner Frau besucht, nimmt Thomas einen kleinen Hocker mit, damit er nicht so lange stehen muss. Da ist Thomas’ Kumpel Dion schon von einem anderen Schlag: Der frühere Spitzenkoch mit kriminellen Neigungen steckt voller Tatendrang, als er nach Verbüssung einer Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen wird. Bei Thomas und seinem Sohn findet Dion Unterschlupf und kocht zum Dank was Feines. Doch dann taucht plötzlich ein brutaler Gangster namens Zahnfee auf, dem Dion viel Geld schuldet. Um seine Schulden zu begleichen und am Leben zu bleiben, überredet er Thomas, mit dem Startkapital von dessen schrägem Vater Kurt gemeinsam ein Restaurant zu eröffnen. Eigentlich eine gute Idee, doch schon bald laufen die Dinge völlig aus dem Ruder und die frischgebackenen Restaurantbetreiber geraten unter Druck von allen Seiten.

Die herrlich skurrile Serie aus Dänemark kommt daher wie eine Mischung aus Fatih Akins «Soul Kitchen» und «Fargo» von den Gebrüdern Coen. Überzeugt mit starken Schauspielern und lakonischen Dialogen – das eigentliche Drama spielt sich weniger in den sparsamen Redebeiträgen als vielmehr in den vom Leben gezeichneten Gesichtern der Protagonisten ab. «Helden am Herd» lief in Dänemark mit grossem Erfolg und wurde sogar von Hollywood adaptiert: Im amerikanischen Remake «Feed the Beast» spielen David Schwimmer («Friends») und Jim Sturgess die Hauptrollen. (mw)

«Helden am Herd», ab Donnerstag, 20.15 Uhr, Arte

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