Wenig bekannte Barockmusik in Duetten

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Frauenfeld Beim dritten Abonnementskonzert der Konzertgemeinde Frauenfeld gibt es unter dem Titel «Sacred Duets» ein Vokalstimmen-Programm zu hören. Núria Rial, katalanische Sopranistin, und Valer Sabadus, der aus Rumänien stammende Countertenor, nehmen sich der Schönheit der barocken Gesangsmusik an. Cecilia Bartoli hat es vorgemacht: wie man die eigene Popularität einsetzt, um nicht immer nur Händel und Mozart, sondern auch Repertoire-Raritäten unter die Leute zu bringen. Núria Rial und Valer Sabadus tun es ihr gleich: Sie versammeln Arien und Duette aus mehrheitlich unbekannten italienischen Barock­oratorien. Komponisten wie Georg Friedrich Händel, Antonio Caldara und Alessandro Scarlatti gehören da schon zu den prominentesten Namen.

Offiziell besingen die Oratorien zwar den heiligen Kasimir oder die heilige Agnes, in Wirklichkeit aber drehen sich die Libretti wie in der Oper um Liebe, Rache und andere Leidenschaften. Wunderbar, wie diese beiden Stimmen verschmelzen: Die anmutige, leuchtende Stimme Núria Rials ergänzt sich wunderbar mit dem sanften, wohlbalancierten Timbre Valer Sabadus’.

Mit dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von Julia Schröder haben sie einen Partner, der mit der historischen Aufführungspraxis vertraut ist. (red)

Mi, 29.11., 19.30 Uhr, Casino Frauenfeld, konzertgemeinde.ch