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Weltstar Amy MacDonald und Weltneuheit am Heitere Open Air

Parallel zum Open Air auf dem Zofinger Hausberg vom 7.-12. September wird ein virtuelles Festival mit revolutionären Möglichkeiten zur Interaktion lanciert.

Stefan Künzli
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Heitere On Air verbindet alle Elemte miteinander und schafft ein Gemeinschaftserlebnis. Im Bild Amy MacDonald.

Heitere On Air verbindet alle Elemte miteinander und schafft ein Gemeinschaftserlebnis. Im Bild Amy MacDonald.

Bild: ZVG

Die Vollversion des Heitere Open Air musste coronabedingt um ein Jahr auf 2022 verschoben und die Light-Version im September auf 6000 Besucherinnen und Besucher beschränkt werden. Es ist nur eine Bühne vorgesehen und auf den Zeltplatz wird verzichtet. Im gleichen Kontext finden die Magic Night und das VolksSchlager OpenAir statt, welche vom August auf den 8. bzw. 9. August verschoben wurden. Zudem kommt am Super Tuesday vom Dienstag, 7. September mit Amy MacDonald ein internationaler Star nach Zofingen, Und mit dem Heitere «On Air Festival» wird parallel zum Live-Event ein absolut neuartiges, virtuelles Festival eingeführt.

Den meisten Musikfans mag die Lust auf ein weiteres virtuelles Festival vergangen sein. Nach den Monaten des Lockdowns sehnen sie sich nach dem Live-Erlebnis. Doch die von der amerikanischen Firma Clair Global entwickelte Technologie «Virtual Live Audience» bietet ganz neue Möglichkeiten der Interaktion mit den Künstlern und dem Publikum. «Heitere On Air» soll und kann das Live-Erlebnis nicht ersetzen, sondern ergänzen. «Mit dem ‹Heitere On Air› Festival können wir verschiedene zusätzliche Personengruppen erreichen», sagt Heitere Chef Christoph Bill. Fans, die aufgrund der Reduktion des Open Airs kein Ticket ergattern konnten. Leute, die sich aufgrund der labilen Situation nicht ins Getümmel wagen wollen, sowie Menschen, deren Standort oder Lebenssituation ein Besuch verunmöglicht.

Musiker können mit Publikum kommunizieren

Die Technologie kann die virtuellen Konzerte revolutionieren. Um die Bühne werden Bildschirme und Grossbildwände installiert, auf denen das Publikum von zuhause eingeblendet werden kann. Die Musikerinnen und Musiker nehmen die Zuschauer also wahr und können mit ihnen in Verbindung treten. Metallica hat die Technologie zuerst live getestet. Im März wurde sie erstmals auch in der Schweiz, an einem Konzert von Anna Rossinelli, eingesetzt. Jetzt folgt mit den Heitere Events das erste Festival. «Heitere On Air» geht aber noch weiter und bietet dem virtuellen Festivalgänger einiges mehr.

Und so funktioniert’s: Der Kunde kauft ein Ticket für 19 Franken. Das ermöglicht den Zugang auf eine Plattform, auf der man wählen kann zwischen einem Fernsehbild mit einem interaktiven, moderierten Live-Stream («Heitere TV) oder einem gameartig nachgebildeten Heitere-Festival («Heitere Virtuell»). Hauptelement im Heitere-TV sind die Livekonzerte. Vor, zwischen und nach den Konzerten gibt es eine Art Fernsehshow mit Moderationen, Interviews, vorproduzierte Filme oder Gewinnspiele. Auf der gameartigen Plattform «Heitere Virtuell» kann man sich mit seinem Avatar auf dem nachgebildeten Heiteregelände bewegen, mit anderen Teilnehmern per Video kommunizieren und sich an Spielen beteiligen. Die Heitere Events 2021 beruhen auf einem 3-Säulen-Konzept: Zum Live-Festival und der Erweiterung im digitalen Raum kommt eine örtliche Erweiterung durch Satelliten-Events und Hauskonzerte. Weitere Künstler werden eingeladen, um an einem anderen Ort ein paar Songs zu spielen, die dann in das virtuelle Erlebnis integriert werden.

Das Heitere On Air Festival wird als Transformationsprojekt vom Kanton unterstützt. «Seit Februar sind wir am Konzipieren und Programmieren. Wir sind noch längst nicht dort, wo wir sein könnten, aber die Technologie hat ein riesiges Potenzial, das wir nach und nach ausschöpfen möchten», sagt Bill. Ziel ist es, über das On Air Festival ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln und die Heitere Community einzubeziehen.

SuperTuesday am 7. September mit Amy MacDonald, Mighty Oaks und Stefanie Heinzmann

Vor zehn Jahren setzte die schottische Liedermacherin Amy MacDonald schon einmal den glänzenden Schlusspunkt am Heitere Open Air. Jetzt kommt sie zurück nach Zofingen und bestreitet den diesjährigen «Super Tuesday». Für das Heitere Open Air ist das ein Grund zur Freude, denn die 34-jährige Sängerin gehört seit 2007 zu den erfolgreichsten Künstlern in der Schweiz. Ihr Debut «This Is The Life» war 106 Wochen lang in der Schweizer Album-Hitparade platziert und holte eine fünffache Platinauszeichnung. Folkige Klänge sind auch bei der zweiten Band, Mighty Oaks, angesagt. Die multinationale Truppe kommt zwar aus Berlin, besteht aber aus dem US-Sänger und Songschreiber Ian Hooper, dem Engländer Craig Saunders und dem Italiener Claudio Donzelli. Den Durchbruch schaffte die Band 2014 mit ihrem Débutalbum «Howl». Ergänzt werden die internationalen Acts von der Walliserin Stefanie Heinzmann. Sie ist mit ihrem neuen Album «Labyrinth» unterwegs, das in der Schweiz die Top Ten, in Deutschland die Top 20 geknackt hat. (sk)

Heitere Events: 7.-12. September

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