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Weiblicher Roman

In Neapel spielt der Hauptteil des Roman-Vierteilers von Elena Ferrante. (Bild: Getty (Neapel, 8. August 2017))

In Neapel spielt der Hauptteil des Roman-Vierteilers von Elena Ferrante. (Bild: Getty (Neapel, 8. August 2017))

Ferrante erzählt, als Kind sei sie überzeugt gewesen, ein gutes Buch müsse einen männlichen Protagonisten haben. Es störte sie, und doch blieb sie lange der Meinung, die grössten Autoren seien Männer und wer gut erzählen wolle, müsse schreiben wie sie, wie Defoe, Flaubert, Tolstoi oder Dostojewski. Die Bücher der wenigen weiblichen Vorbilder, Jane Austen oder die Schwestern Brontë, schienen ihr zu dünn. Später erkannte sie, dass die Bedeutung dieser Autorinnen darin lag, eine weibliche Tradition überhaupt erst einmal zu begründen. Feministisches Gedankengut hat sie, wie sie sagt, «erwachsen» gemacht und sie dazu geführt, von ihrem eigenen Geschlecht und dessen Verschiedenheit zu erzählen. Um dabei aber mindestens so gut wie Männer zu sein, ist sie überzeugt, braucht es Authentizität, tiefes Eintauchen in das eigene, innere Erleben und grösstmögliche Nähe.

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