Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Lesetipp Thriller: Zwei Autoren erforschen die Vergangenheit

In den Büchern von Claire Douglas und Anders de la Motte holt die traumatische Vergangenheit ihre Protagonisten ein.
Arno Renggli

Was geschah vor
18 Jahren mit Sophie?

Missing Niemand sagt die ganze Wahrheit von Claire Douglas

Missing Niemand sagt die ganze Wahrheit von Claire Douglas

Francesca und Sophie waren jahrelang die besten Freundinnen und trotzten gemeinsam dem trostlosen Leben in einem Küstenkaff. Bis Sophie spurlos verschwand, angeblich ertrunken. Francesca baute sich danach eine erfolgreiche Karriere als Geschäftsfrau auf. Doch dann meldet sich Sophies Bruder. Er bittet Francesca, mit ihm gemeinsam herauszufinden, was damals mit seiner Schwester passierte. Mit ganz schlechtem Gefühl begibt sich Francesca zu den damaligen Akteuren zurück. Und kaum jemand scheint darauf erpicht zu sein, die Wahrheit auszupacken.

Der Thrillererstling von Claire Douglas wurde in ihrer britischen Heimat auf Anhieb zum Bestseller. Durchaus begreiflich: Obwohl das Thema der verschwundenen jungen Frau alles andere als originell ist, wird der Spannungsbogen bis zur überraschenden Auflösung gekonnt aufgebaut. Abwechselnd berichten Francesca aus heutiger und Sophie aus damaliger Sicht, wobei die beiden Handlungsebenen gut aufeinander abgestimmt sind. Indes ist es wie immer etwas fragwürdig, wenn eine Ich-Erzählerin dem Leser Informationen vorenthält. Insgesamt aber ist es eine tolle Lektüre, etwa für die Ferien.

Claire Douglas: Missing. Penguin, 446 S., Fr. 19.–

Ist der Patient der als Kind
verschollene Bruder?

Ebenfalls in eine traumatische Vergangenheit zurück geht die Protagonistin im Thriller des Schweden Anders de la Motte. Die Therapeutin Vera hat als Kind ihren Bruder verloren, der spurlos verschwand, mutmasslich Opfer einer ausser Kontrolle geratenen Entführung. Als ein Patient ihr Seltsames erzählt, keimt in ihr die Vermutung auf, er könnte ihr verschollener Bruder sein. Sie macht sich auf in ihren früheren Heimatort, um herauszufinden, was damals geschah.

Wie im Buch von Claire Douglas nutzt de la Motte einen heutigen und einen vergangenen Erzählstrang. Gleich ist auch, dass im alten Heimatort der Heldin deren Recherchen auf Feindseligkeit stossen. Der schwedische Thriller setzt aber weniger auf Tempo und Wendungen, sondern mehr auf eine beklemmende Atmosphäre und psychologische Tiefenschärfe. Finale und Auflösung bieten indes schon auch den dramatischen Höhepunkt, den man in Thrillern gewohnt ist.

Anders de la Motte: Sommernachtstod. Droemer, 426 S., Fr. 24.–

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.