Warum Nicci Frenchs Frieda Klein gern unkonventionell ermittelt

Die einsame Grossstadtbewohnerin Michelle Doyce hat die Angewohnheit alles zu sammeln, was sie auf der Strasse findet. Falls ihr gerade eine Leiche unter die Finger kommt, nimmt sie auch diese nach Hause – gefunden ist gefunden. Michelle Doyce ist nämlich nicht ganz klar im Kopf.

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Die einsame Grossstadtbewohnerin Michelle Doyce hat die Angewohnheit alles zu sammeln, was sie auf der Strasse findet. Falls ihr gerade eine Leiche unter die Finger kommt, nimmt sie auch diese nach Hause – gefunden ist gefunden. Michelle Doyce ist nämlich nicht ganz klar im Kopf. Das ist die Ausgangslage des Kriminalromans «Eisiger Dienstag» von Nicci French. Hinter diesem Namen steckt das Schriftstellerpaar Nicci Gerard und Sean French. Sie schreiben seit 15 Jahren gemeinsam leicht und flüssig zu lesende Kriminalromane, darunter «Das rote Zimmer» oder «Acht Stunden Angst». Mit «Blauer Montag» hat das Paar erstmals eine Reihe in Angriff genommen: Die unkonventionell ermittelnde Psychotherapeutin Frieda Klein ist Heldin in acht Romanen, der zweite ist soeben auf Deutsch unter dem Titel «Eisiger Dienstag» erschienen. Die einzelnen Bücher sind in einander verwoben, zu Beginn von jedem Buch wird das bisher Geschehene kurz zusammengefasst – und weiter geht die Handlung mit neuen Abenteuern.

In «Eisiger Dienstag» geht es um einen mysteriösen Charmeur, der es versteht, den Frauen den Kopf zu verdrehen und das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie es aussieht, hat die verrückte Michelle Doyce ausgerechnet seine Leiche am Themseufer gefunden und nach Hause geschleppt. (Hü.)

Nicci French, Eisiger Dienstag, C. Bertelsmann, 2013, 522 S., Fr. 23.90

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