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Wahnwitzige Gedankenkurven

Mit Michel Gammenthaler ist ein Zauberer-Kabarettist in St. Gallen zu Gast. Locker und ganz unpolitisch springt er dabei von Thema zu Thema.
Verzaubert das Publikum in der Kellerbühne: Michel Gammenthaler (Bild: PD)

Verzaubert das Publikum in der Kellerbühne: Michel Gammenthaler (Bild: PD)

Man fragt sich schon, wie Michel Gammenthaler das macht. Beim einen oder andern Trick vermutet man zwar etwas. Aber vieles bleibt doch unfassbar. «Hä …?» aber, sein neues Programm, mit dem er noch bis morgen in der Kellerbühne gastiert (dann wieder im September), lebt von den Überraschungen, die der begabte Zauberer in reichem Mass einstreut. Und von dem, was er mit dem ­Publikum anstellt.

Da ist zum Beispiel dieses Buch, leer bis auf die Seiten­nummerierung. Und da ist dieses andere Buch, in dem seine Testperson eine Seite wählen und im Geiste hinüberschicken muss. Und siehe da: Das leere Buch hat plötzlich eine einzige volle Seite – und das volle Buch eine leere.

Um Zauberei also dreht sich manches in Gammenthalers Programm, das damit beginnt, dass er sich sein Publikum näher anschaut. Schon in den ersten Minuten weckt er in der rappel­vollen Kellerbühne jene unternehmungslustige Stimmung, die den Abend trägt. Nur ganz milde macht er sich lustig übers Publikum, viel eher fasst er sich selber ins schalkhafte Auge. Vor allem eine Schwäche macht ihm zu schaffen: die Vergesslichkeit, ­daher der Titel des Programms. Auch die Zukunft seiner Familie beschäftigt ihn. Zum Glück hat er zwei Söhne, denn was ums Himmels willen würde er mit Töchtern anfangen? Und, schlimmer noch, mit deren Verehrern?

Besser meditieren, als zu Hause sitzen

Ja, die «Gender-Schiene» beschäftigt ihn. Überhaupt die Tatsache, dass nicht nur Mann und Frau, sondern die Menschen überhaupt in unterschiedlichen Wirklichkeiten leben. Vielleicht hilft Melanie Winiger weiter. «Besser meditieren, als zu Hause sitzen und nichts tun», hat die Ex-Miss-Schweiz gesagt. Wie Gammenthaler von da zum Verkehr und zu den zwei Damen im Parkhaus kommt, weiss nur er selbst. Aber man folgt ihm gern durch wahnwitzige Gedankenkurven.

Rolf App

rolf.app

@tagblatt.ch

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