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Vorhang auf für Lohengrin

Mit Richard Wagners Oper «Lohengrin» knüpft das Theater St. Gallen heute Samstag um 18 Uhr an eine Wagner-Tradition an, die mit dem Ersten Weltkrieg abgebrochen ist. Es ist eine aussergewöhnliche Produktion, die wir auf den folgenden Seiten beleuchten.
Rolf App
So sah Richard Wagner 1849 auf dem Fahndungsplakat aus.

So sah Richard Wagner 1849 auf dem Fahndungsplakat aus.

Mit Richard Wagners Oper «Lohengrin» knüpft das Theater St. Gallen heute Samstag um 18 Uhr an eine Wagner-Tradition an, die mit dem Ersten Weltkrieg abgebrochen ist. Es ist eine aussergewöhnliche Produktion, die wir auf den folgenden Seiten beleuchten.

«Lohengrin» verknüpft Zeitstimmung und Geschichte, Mythos und Gesellschaft, und leuchtet tief hinein in die menschliche Seele. Die Handlung der im 10. Jahrhundert spielenden Oper in aller Kürze: Vor dem deutschen König Heinrich klagt Friedrich von Telramund Elsa von Brabant an, ihren Bruder Gottfried umgebracht zu haben. Elsa verteidigt sich mit Verweis auf einen Ritter, der – gezogen von einem Schwan– erscheint und Telramund besiegt. Der Ritter wird als Retter vor den Feinden aus dem Osten begrüsst, verlangt aber von Elsa, dass sie nicht nach seinem Namen frage. Sie verspricht es, doch Friedrich von Telramund und seine Gefährtin Ortrud – die zur treibenden Kraft wird – geben keine Ruhe. Sie verunsichern Elsa, bis diese doch fragt. Nun tritt der Ritter vor Heinrich und das Heer, das er anführen soll, und erklärt, er heisse Lohengrin – und müsse sie nun verlassen. Wieder erscheint der Schwan.

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