Von Irisch bis schrill, von Jazz bis Tech-House

Am Donnerstag startet die Grabenhalle in die neue Saison. Das Herbstprogramm ist vielfältig wie gewohnt und reicht von Dichter-Wettstreiten über Rock-Abende bis hin zu House-Nächten. Nicht nur am Wochenende, sondern gerade auch unter der Woche gibt es einiges zu entdecken.

Roger Berhalter
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Der Osten ist am Freitag in the house: Kaltehand/Natasha Waters. (Bild: pd)

Der Osten ist am Freitag in the house: Kaltehand/Natasha Waters. (Bild: pd)

Zum Auftakt gibt's Pingpong. Diesen Donnerstag startet die Grabenhalle mit der «Hallenbeiz» auf erfrischend unspektakuläre Weise in die neue Herbstsaison. Ein mittlerweile beliebter, beinahe familiärer Anlass mit Tischtennis, DJ-Musik und Barbetrieb. Bitte eigene Pingpong-Schläger mitbringen!

Plattform für Ostschweizer

Der kommende Freitag gehört der noch jungen Partyreihe «when the EAST is in the house», hinter welcher der St. Galler Rapper Khaled Aissaoui alias Esik steht. Er will damit Ostschweizer Bands und DJs unterstützen. «Da es für unabhängige Musiker schwierig ist, an Auftritte zu kommen, und wir im Osten sowieso als Randgebiet abgestempelt werden, ist es umso wichtiger, eine Plattform für regionale Acts und DJs zu bieten», heisst es in der Ankündigung. Nach der Premiere im Februar in der Grabenhalle war «When the EAST is in the house» im Juni im Pontem in Herisau zu Gast. Die dritte Ausgabe findet nun erneut in der Grabenhalle statt, diesmal mit einem elektroniklastigen Programm. Auf der Bühne stehen zwei St. Galler Bands, nämlich das Elektropop-Trio Kaltehand/Natasha Waters sowie das Loop-Duo Flieder. Unterstützt werden sie von Froggy Le Frog und dem jungen Rapper Dario sowie den beiden DJs Pa-Tee und Esik.

Offen für alle Veranstalter

Ein Blick auf das weitere Herbstprogramm zeigt die gewohnte Vielfalt, wie sie der Grabenhalle als offenem Veranstaltungsort eigen ist. Die Palette reicht von der irischen Rocknacht über den literarischen «Dichtungsring» und die schrille «Pink Club Party» bis hin zum gediegenen Jazzabend und zur exzessiven Tech-House-Party.

Beat-Songs aus den 1960ern

Neben diesen Fremdveranstaltungen organisiert die Grabenhalle unter dem Namen Bruchteil weiterhin eigene Konzerte. Dies, um dem Lokal «im ganzen Fremdveranstalter-Dschungel ein Gesicht zu geben», wie die Programmgruppe schreibt. So macht Bruchteil zum Beispiel einen deftigen Punk-Abend möglich, wenn am 21. September Idle Class, Überyou und die Chelsea Deadbeat Combo auf der Bühne stehen. Oder sie buchen am 5. Oktober die südamerikanische Band Más Shake, die Beat-Songs aus den 1960ern spielt.

Bullaugen- und kleine Konzerte

Mit zwei Reihen bietet die Grabenhalle auch unter der Woche ein ausgesuchtes Konzertprogramm, und dies zu fairen Preisen. Im Rahmen der «Bullaugenkonzerte» – jeweils im Vorraum der Grabenhalle – treten am 25. September (Mittwoch) Take Berlin aus den USA auf, ein mit Akustikgitarre und Wurlitzer-Piano ausgerüstetes Duo. Auch die Serie «Ein kleines Konzert» geht am 12. September (Donnerstag) weiter mit dem Zürcher Quintett Dukush. Noch frisch ist die Reihe «Tendencies», die erst zum zweitenmal auf unkonventionelle Musik setzt: Am 26. September (Donnerstag)spielt Geneva Jacuzzi ihren 80er-Jahre-Synthesizer-Pop.