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Vom Krach hat er sich verabschiedet

Er spielte in legendären Hardcore-Bands wie Gorilla Biscuits. Morgen stellt Walter Schreifels beim einzigen Schweizer Konzert in der Grabenhalle sein leiseres erstes Soloalbum vor.
Marc Peschke
Reduzierter und ruhiger: Musiker Walter Schreifels. (Bild: pd/Heidi Hartwig)

Reduzierter und ruhiger: Musiker Walter Schreifels. (Bild: pd/Heidi Hartwig)

Youth Of Today. Gorilla Biscuits. Moondog. Quicksand. Wer sich in den 1980er- und 90er-Jahren für Hardcore-Punk interessierte, kam an den Bands des New Yorkers Walter Schreifels nicht vorbei. Der 1969 geborene Gitarrist und Sänger war ein Fels in der Brandung des Hardcore – ein legendärer Typ des harten Genres, der unzählige Bands beeinflusste.

Début als Solist

Doch seit ein paar Jahren kann die Musikwelt Walter Schreifels auch von einer anderen Seite kennenlernen. Mit seiner Band Rival Schools hat er eine melodische Indierock-Platte aufgenommen – und jetzt hat er als Solist nachgelegt: «Open Letters To The Scene» heisst das bei Arctic Rodeo Records erschienene Solowerk, das Schreifels jetzt auf ausgedehnter Tournée vorstellt. «Ich denke, es war an der Zeit, mich mal für eine Weile alleine da draussen zurechtzufinden.

Ich war weiss Gott nie besonders gut darin, meine Bands beisammenzuhalten», erklärte Schreifels, warum er zum ersten Mal in seiner Karriere Songs unter dem eigenen Namen veröffentlichte, und ergänzt: «Es dauerte für mich aber eine Weile, bis ich mich in der Rolle wohl fühlte, alleine und unter eigenem Namen aufzutreten.»

Klassisches Songwriting

Vom Krach der frühen Jahre hat sich der heute in Berlin lebende Walter Schreifels auf seinem Soloalbum ganz verabschiedet: Er ist ein nachgerade klassischer Songwriter geworden, der im betulich melancholischen Stil über verflossene Liebschaften oder alte Freunde singt. «Um kreativ zu bleiben, musste ich die Rahmenbedingungen ändern und einen eigenen Weg zu dem Sound finden», so kommentiert Schreifels seine Wandlung, die besonders bei dem Stück «Society Suckers»

deutlich wird: Im Original ein rasanter Haudrauf-Punkrock der Band Agnostic Front, hat Walter Schreifels nun eine akustische Ballade daraus gemacht.

Viele Huldigungen

Diese Wandlung des Walter Schreifels, alles in allem gelingt sie wunderbar. Auf «Open Letters To The Scene» gibt es viele Huldigungen an alte, manchmal schon verstorbene Freunde, wie Schreifels sagt: «Die Menschen, die mir nahestehen, haben mir etwas beigebracht, mich zum Lachen gebracht,

mich wütend gemacht, mir das Herz gebrochen, mir den Tag gerettet – all diese Erfahrungen nähren mich.» Jetzt stellt Schreifels sein neues Album exklusiv in der St. Galler Grabenhalle vor – zwei Jahrzehnte nach «Start Today», dem ersten, so legendären Album der Gorilla Biscuits. Zusammen mit seiner Begleitband, Bassist Arthur Smilios (Gorilla Biscuits), Schlagzeuger Drew Thomas (Youth of Today, Bold) und Gitarrist/Keyboarder John Herguth (House and Parish, The Love Scene).

Morgen Mi, Grabenhalle St. Gallen, 20.45 Uhr (Tür 20 Uhr); Support: Atlantic-Pacific und Reza Dinally

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