Viel Gerede, viel Gewalt

Von Tarantino-Fans wurde der achte Kinofilm "The Hateful Eight" des US-Regisseurs sehnsüchtig erwartet. Doch begeistern kann der überlange Schnee-Western nicht.

Andreas Stock
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Szene aus dem Film "The Hateful Eight": Jeder misstraut jedem, von keinem ist sicher, dass er seine wahre Identität preisgibt oder seine Geschichte stimmt. (Bild: ANDREW COOPER)

Szene aus dem Film "The Hateful Eight": Jeder misstraut jedem, von keinem ist sicher, dass er seine wahre Identität preisgibt oder seine Geschichte stimmt. (Bild: ANDREW COOPER)

Quentin Tarantino hat einen Schnee-Western als zynisches, brutales Kammerspiel inszeniert. Denn Schauplatz ist zunächst eine Kutsche, dann eine Blockhütte, worin acht Personen Schutz vor einem heftigen Schneesturm suchen. Jeder misstraut jedem, von keinem ist sicher, dass er seine wahre Identität preisgibt oder seine Geschichte stimmt. Es wird viel, sehr viel geredet, bis es dann dafür umso heftiger zur Sache geht: Was bei Tarantino viel Blut und Gewalt bedeutet. Doch seine unverschämte Handschrift ist im überlangen Kammerdrama ohne Schwung. Tarantino-Fans wird es wohl trotzdem Spass machen.

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