Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Eine junge Frau, vor Energie sprühend

Die junge Künstlerin Phanee de Pool brachte am Festival «Musique am Berg» in der St.Galler Militärkantine gleich ein ganzes Zimmer mit. Mit Lampe, Staffelei und Plattenspieler.
Rolf App
Botschafterin aus dem wilden Westen: Phanee de Pool sprüht bei ihren Konzerten vor Energie. (Bild: PD)

Botschafterin aus dem wilden Westen: Phanee de Pool sprüht bei ihren Konzerten vor Energie. (Bild: PD)

Zu Beginn sind wir an diesem Freitagabend ein wenig abwartend, aber am Ende haben wir die drei Musiker ins Herz geschlossen. Eigenartig sind die Klänge gewesen, die Anouk Genthon ihrer Violine, Jacques Demierre seinem Klavier und Patrick Kessler seinem Kontrabass entlockt haben. Bunt schillernd zwischen meditativer Entrückung und wilden Intermezzi. Und gewürzt mit Demierres dadaistisch anmutenden Gedichten aus Wortkaskaden und Lautmalereien.

Für einmal vom Berg in die Stadt

Es ist ein schöner Start für «Musique am Berg», ein kleines Festival, das im kalten Januar zum dritten Mal an drei Tagen Künstler aus der West- und der Ostschweiz zusammenbringt und in unseren Gefilden die schöne zweite Landessprache erklingen lässt. Und zwar diesmal nicht «am Berg», das heisst auf der Schwägalp, sondern in der Stadt, in der stimmungsvollen St. Galler Militärkantine.

Rasant geht es weiter am zweiten Tag, mit dem Duo «Le Fils du Facteur» aus Vevey und Phanee de Pool aus dem Berner Jura.

Mit Witz und Tempo mischen Sacha Mattli an der Gitarre und Emilien Colin am Akkordeon Chanson und Pop, beinahe restlos gibt Mattli sich als Sänger aus. Zwei äusserst witzige Botschafter aus dem fernen Westen sind da in den Osten gestossen, hoffentlich nicht zum letzten Mal.

Sie macht Slams und rappt

Was auch für Phanee de Pool gelten möge, eine junge Frau, die gleich ein Zimmer mitgebracht hat. Mit einem Bild auf der Staffelei, mit Ständerlampe und Plattenspieler. Doch das Bild ist ein Bildschirm, auf dem zuweilen Phanee de Pool selber auftaucht als ihre eigene Gegenspielerin. Mit ihren Instrumenten, mit Klavier, Synthesizer, Loop und Gitarre aber erzeugt sie eine dichte, vor Energie sprühende Atmosphäre. Sie macht Slam und rappt, und immer öfter läuft sie ins Publikum, das ihren Liedern über die Wechselfälle des Lebens bereitwillig-begeistert folgt.

Klassisch klingt das Festival am Sonntag aus. Mit Christoph Croisé am Cello und Fanny Monnet am Klavier, mit Chopin und Bach in einer klangfarbigen Matinee. Nächstes Jahr geht es zurück an den Säntis. Den 18. und 19. Januar 2020 kann man sich schon einmal merken.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.