VERNISSAGE: Der Beharrliche

Seit vier Jahrzehnten widmet sich Fredi Bissegger unbeirrt Farben und Formen. Der Kunstverein Frauenfeld eröffnete die repräsentative Schau am Kulturtag – und platzte aus allen Nähten.

Dieter Langhart
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Fredi Bissegger unterhält sich mit einer Vernissagebesucherin. (Bild: Dieter Langhart)

Fredi Bissegger unterhält sich mit einer Vernissagebesucherin. (Bild: Dieter Langhart)

Am Kulturtag wimmelt es von Menschen in der Stadt, und fast alle kommen zu Fredi Bisseggers Vernissage. Endlich ist ausreichend Platz im Bernerhaus. Denn der Kunstverein kann drei zusätzliche Räume nutzen, um seine Sammlung von über 400 Werken immer wieder aus dem Bunker zu holen; zum Anfang sind es Neuzugänge der letzten zehn Jahre. Doch im Mittelpunkt des Abends steht Fredi Bissegger, mit Jahrgang 1952 ein Urgestein der Frauenfelder Künstlergemeinde.

«Die Auswahl war schwierig», sagt Vorstandsmitglied Anton Weibel zur dritten Ausstellung im Kunstverein nach 1989 und 2004. Kein Querschnitt also, sondern Herausarbeiten der Konstanten im Werk. Auch Adrian Bleisch hat Bissegger mehrfach in seiner Arboner Galerie gezeigt. In seiner Laudatio streicht er die Vielseitigkeit im Werk heraus, die grossen Gesten und die feinen Arbeiten. «Fredi Bissegger ist ein kritischer Geist mit einem weichen Kern unter der harten Schale. Einer, der sich nicht einengen lässt.» Wie sein Sohn Hannes und David Nägeli in der Musik. Die zwei Gitarristen geben einen Vorgeschmack auf die Album-Release-Party ihrer Band Franky Four Fingers später im Eisenwerk. Auch diese Plattenhülle hat Fredi Bissegger gestaltet.

Eine ausführliche Besprechung der Ausstellung folgt.

Dieter Langhart

dieter.langhart@tagblatt.ch